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National

Zwei Millionen in die Tonne

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 06. Oktober 2015
Quelle: imago

Die Deutsche Umwelthilfe hat die Spieltags-Abfälle in den Stadien der ersten und zweiten Bundesliga kritisiert. Vereine, Caterer und Städte sollten in Zukunft Mehrwegbecher verwenden.

Zwei Millionen Plastikbecher seien in dieser Saison bereits verbraucht werden, da die Hälfte der Klubs auf umweltschädliche Einwegbecher setze. Ins Zentrum der Kritik rückte insbesondere Borussia Dortmund, denn der Verein wechselte erst dieses Jahr von Mehrweg zu Einweg.

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„Negativer Spitzenreiter in dieser Saison ist Borussia Dortmund. Der Verein setzt seit August 2015 nicht mehr auf Mehrweg-, sondern auf Einwegbecher. Die Westfalen sind gemeinsam mit Bayern München die Zugpferde der Bundesliga und senden durch ihre Wegwerfverpackungen ein falsches Signal an die Fans und andere Vereine. Wegen der höchsten Zahl an Stadionbesuchern verursacht Dortmund den größten Abfallberg der Liga und erhält dafür von uns die rote Karte“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. „Die Hälfte aller Bundesligisten setzt bereits auf Mehrweg. Hannover 96 hat sich diese Saison von Einweg-Bioplastikbechern verabschiedet und ist zum Mehrwegsystem zurückgekehrt. Dies zeigt, dass Mehrwegbecher problemlos einsetzbar und in vielerlei Hinsicht vorteilhaft sind“

In der Umfrage der DUH schnitt der 1.FC Union Berlin am besten ab. Insgesamt erhielten sechs Erst- und elf Zweitligisten eine „grüne Karte“ für ihren Einsatz von Mehrwegbechern.

Wiederverwendbare Becher seien bereits nach dem fünften Gebrauch umweltfreundlicher als Wegwerfbehälter. Neben der Müllmenge ist so insgesamt auch die benötigte Energie bei der Herstellung geringer.