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National

Zwei Blocksperren für FCM – Verein prüft Einspruch

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 14. Oktober 2016
Quelle: imago

Das Sportgericht des DFB hat den 1. FC Magdeburg wegen der Vorfälle beim Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt zu zwei Zuschauerteilausschlüssen sowie einer Geldstrafe verurteilt. 

So müssen im dritten Heimspiel, das auf die Rechtskraft des Urteils folgt, der gesamte Block U sowie Block 12 der Osttribüne geschlossen bleiben. Ebenfalls geschlossen bleiben muss der Block U beim vorherigen Heimspiel. Hierbei handelt es sich um den Widerruf eines Zuschauerteilausschlusses auf Bewährung aus einem vorangegangenen Urteil.

Zudem muss der Verein eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro zahlen. Die Hälfte davon kann der Klub für für Maßnahmen gegen Rechtextremismus und Rassismus verwenden.

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Grund für die Strafe sind das Betreten des Innenraums durch Magdebuger Fans, „diskriminierende, herabwürdigende oder verunglimpfende Sprechchöre und Gesänge“ sowie das Zeigen des Hitler- und Kühnengrußes.

Zur Begründung des Urteils sagte Richter Stephan Oberholz: „Für das Gericht steht nach der Beweisaufnahme fest, dass es durch Magdeburger Anhänger oder durch Anhänger, die dem Verein zuzurechnen sind, wiederholt zu demokratiefeindlichen Äußerungen gekommen ist, die die Werteordnung des Fußballs massiv verletzen. Im Zusammenhang mit dem Platzsturm durch Magdeburger Anhänger erschienen dem Sportgericht weniger einschneidende Sanktionen nicht geboten, ungeachtet der durchaus anzuerkennenden Bemühungen des 1. FC Magdeburg im Bereich der Prävention und Fanarbeit.“

Der 1. FC Magdeburg hingegen sieht „seine umfangreichen Täterermittlungen und auch weiterhin betriebenen Aufklärungsmaßnahmen als vom Sportgericht nicht hinreichend gewürdigt an“ und will daher die Einlegung eines Rechtsmittels prüfen.

So äußerte sich FCM-Präsident Peter Fechner zum Urteil: „Wesentliche Sachverhalte sind in der heutigen Verhandlung bis zuletzt strittig geblieben. Dass unser Verein an der Aufklärung in der Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden vorbildlich mitgewirkt hat, wurde seitens des Sportgerichtes nicht hinreichend gewürdigt. Dasselbe gilt für den Umstand, dass wir gegenüber diversen ermittelten Störern bereits mehrjährige Stadionverbote ausgesprochen haben. Auch zwei nicht der Magdeburger Fanszene zugehörige Zuschauer, die verfassungsfeindliche Gesten gezeigt haben, sind vom 1. FC Magdeburg konsequent bestraft worden. Nichtsdestotrotz haben wir bereits in der Vergangenheit und werden auch in der Zukunft jedwedes diskriminierendes Fanverhalten und Schmährufe wie „Ihr Zigeuner“ auf das entschiedenste verurteilen und sanktionieren.“