Anzeige

National

Zaun bestiegen: Stadionverbot für Leverkusener Vorsänger

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 20. Januar 2017
Quelle: Ultras Leverkusen

In der Winterpause wurde den beiden Vorsängern der Ultras Leverkusen ein bundesweites Stadionverbot zugestellt – weil sie beim Pokalspiel gegen den SC Hauenstein in Pirmasens auf dem Zaun standen. 

Anzeige

Wie die Kurvenhilfe Leverkusen nun öffentlich macht, stellte die Stadt Pirmasens den beiden Ultras eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch, ein lokales Stadionverbot im Sportpark Husterhöhe und dazu noch ein bundesweit gültiges Stadionverbot bis März zu. Zudem muss einer der beiden ein Bußgeld in Höhe von 823,50 Euro bezahlen. Die Stadt begründet die Maßnahmen damit, dass die beiden Vorsänger während der Erstrunden-Partie im DFB-Pokal gegen den SC Hauenstein im August letzten Jahres im Stadion des FK Pirmasens die Unterstützung im Gästeblock vom Zaun aus koordinierten.

„Dabei findet die Tatsache, dass sowohl wir selbst im Jahr 2010, als auch andere Szenen im Sportpark Husterhöhe bereits den Gästeblock in Pirmasens besucht und ebenfalls den Zaun bestiegen haben und dass dieses Vorgehen zum Spielalltag in deutschen Fanblöcken gehört keine Beachtung“, kritisiert die Kurvenhilfe Leverkusen. „Hier wird das Hausrecht willkürlich eingesetzt und missbraucht!“ Die Fanhilfe vermutet, dass die Bestrafung wohl auch eine Retourkutsche für eine kleinere Pyro-Einlage der Leverkusen-Fans zu Beginn des Spiels sein könnte.

Da eine rechtliche Klärung wohl nicht zu erreichen wäre, bevor die Stadionverbote ohnehin ablaufen, haben sich die Leverkusener dazu entschlossen, die Strafen zu akzeptieren. Um den vom Bußgeld betroffenen Capo dennoch finanziell zu unterstützen, will die Kurvenhilfe Leverkusen beim Heimspiel gegen Hertha BSC am Sonntag Spenden sammeln. „Es darf unter keinen Umständen sein, dass eine Person welche im Sinne der Fanszene und der Mannschaft handelt einem derartigen finanziellen Seitenhieb ausgesetzt ist.“