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National

Wuppertaler SV will öffentliche Diskussionsrunde initiieren

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 23. Juli 2014
Quelle: imago

Ähnliche Regelungen, ähnliche Beschlüsse und ähnliche Reaktionen: Der Wuppertaler SV und der SC Preussen Münster ähneln in den letzten Tagen sehr. Nachdem sich heute erst der Verein aus Münster zu Wort gemeldet hat, haben sich nun auch die Wuppertaler geäußert. 

Der wichtigste Punkt ist, dass der Wuppertaler SV eine öffentliche Diskussionsrunde unter der Moderation von Radio Wuppertal initiieren möchte. Dabei sollen Fan-Vertreter ebenso wie die Stadt und die Polizei zu Wort kommen. In der Stellungnahme heißt es außerdem, dass der WSV sich von strafrechtlich relevanten oder Ordnungswidrigkeiten distanziert – ebenso von politisch extremen, rassistischen, homophoben, aggressiven oder beleidigenden Handlungen.

Die Wuppertaler Fanszene hatte zuletzt mit einer Petition Druck gemacht und wollte die Änderungen nicht einfach so hinnehmen – Doppelhalter, Schwenkfahnen und Blockfahnen sollten generell verboten werden. Der Wuppertaler Verein sieht keinerlei Gründe für die Änderungen und will diese deswegen nicht akzeptieren. Sie sprechen von einer guten Fankultur beim WSV, „die einen hohen Standard an Leidenschaft, Treue und Verbundenheit, aber auch in Ritualen entwickelt hat.“

Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlaut

„Liebe Mitglieder und Fans des WSV,

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aufgrund der aktuellen Debatte zum Thema WSV-Fankultur möchte sich der Verein wie folgt äußern

01. Der Wuppertaler Sportverein distanziert sich generell von allen Äußerungen und Handlungen im Stadion am Zoo, die politisch extrem, rassistisch, homophob, aggressiv und beleidigend gegen Menschen sind; strafrechtrechtlich relevant oder als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

02. Seit 2000 hat sich beim WSV eine gute Fankultur gebildet, die einen hohen Standard an Leidenschaft, Treue und Verbundenheit, aber auch in Ritualen entwickelt hat. Polizei, Stadt und Feuerwehr haben diesen im SaZ akzeptiert und respektiert. Deshalb hat insbesondere die Stadt das Fanprojekt mit initiiert und über Jahre unterstützt. Seither ist es zu keinen erheblichen Vorfällen im SaZ mehr gekommen.

03. Basierend auf diesen Erfahrungen sieht der WSV keine Veranlassung, vom erreichten Status Quo in irgendeiner Form Abstriche zu machen.

04. Zur Förderung der Kommunikation zwischen Fans, Stadt und Polizei regt der WSV eine öffentliche Diskussionsrunde unter der Moderation von Radio Wuppertal an.

 

jh