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National

Wollten Polizisten vor Fernsehkameras „etwas zeigen“?

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 18. August 2014
Quelle: imago

Das Derby gegen Oldenburg verpassten 86 Personen, die von der Polizei Platzverweise erhielten. Grund dafür war ein „äußerst aggressives Verhalten“ sowie das Werfen von Böllern am Meppener Bahnhof. Wir sprachen auch mit einem Meppen-Anhänger.

Laut Polizei trafen sich die Meppener – wie oft bei Derbys – im Vorfeld in der Innenstadt in einer Kneipe, um dann gemeinsam zum Stadion zu gehen. Dieses Mal jedoch wurde ein anderer Weg eingeschlagen: Richtung Bahnhof. Dort sollten die Oldenburger eintreffen. Die Polizei verhinderte dies, in dem sie die Personen einkesselte und Betretungsverbote verteilte. Insgesamt 86 Fans waren von diesen Maßnahmen betroffen.

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Die Personen erhielten dabei eine ausgedruckte Karte, die den Fans anzeigte, in welchem Raum der Platzverweis gültig war. Jan, Meppen-Fan, sagte gegenüber fanzeit, dass eine Kamera der ARD das Polizeiteam bei ihrer Arbeit filmte. „Böse Zungen behaupten, dass die Polizisten die Karten vorzeitig ausgedruckt haben und dem Kamerateam etwas zeigen wollten“, schildert Jan uns seine Einschätzung.

Geplante Choreo abgesagt

„Für uns ist das Spiel gegen Oldenburg das wichtigste Spiel im Jahr“, betont der Anhänger. Vor allem seitdem beide Vereine schon lange nicht mehr gegen Osnabrück spielen, ist dieses Derby so wichtig. Umso bitterer ist es für die Meppener Ultras, dass sie ihre geplante und vorbereitete Choreographie nicht zeigen konnten. Neben den 86 Personen, die den Platzverweis erhielten, solidarisierten sich circa weitere 50 Anhänger des SV Meppen mit ihnen und verließen das Stadion. Der SVM verlor das Spiel mit 1:2.