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National

„Wohoohooooo“ und „Düp Düp“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 22. August 2014
Quelle: imago

Endlich. Endlich startet heute Abend wieder unsere geliebte Bundesliga. Wir freuen uns wie Bolle und haben uns zur Einstimmung durch alle Torhymnen der Bundesligisten gedudelt. Und stellen fest: Alles dabei, von Discofox bis Klassik.

FC Bayern München

Überaus eingängig ist die Tormusik beim Rekordmeister aus München. Die beschleunigte Version von „Seven Nation Army“ von den White Stripes wurde in der letzten Saison 48 mal angeschmissen – mehr Heimtore erzielte kein anderes Bundesliga-Team. Und auch diese Saison wird man wohl wieder zahlreiche Fans bestaunen können, die sich nach dem Tor zum 4:0 müde lächelnd von ihrem Sitzlatz erheben, rhythmisch mitklatschen und ein leises „Oh Oh OH Oh Ohhhh“ anstimmen.

 

Borussia Dortmund

„Olé hier kommt der BVB“ schallt es durchs Westfalenstadion, wenn Borussia Dortmund ein Tor erzielt. Fünf Worte, die wohl auch jeder Fan mit zwei Promille noch einigermaßen stolperfrei über die Lippen bekommt. Zumal sie sich des öfteren wiederholen.

 

FC Schalke 04

Mit einem schmissigen Beat unterlegt ist auch die Tormusik vom Revierrivalen aus Gelsenkirchen. „Blau und Weiß ein Leben lang“ dröhnt es bei jedem Tor von Königsblau aus den Boxen. Auch hier kein schwieriger Text, auch hier wird oft genug wiederholt.

 

Bayer 04 Leverkusen

Ballermann-Feeling gibt es bei jedem Leverkusener Tor in der BayArena: Dann ertönt Mickie Krauses anspruchsvolle Komposition mit dem klangvollen Namen „Düp Düp“. Ob in Leverkusen demnächst auch Sangria ausgeschenkt wird?

 

VfL Wolfsburg

Beim VfL Wolfsburg setzt bei jedem Tor nach einem etwas seltsam anmutenden Donnergrollen der Gute-Laune-Hit „Rama Lama Ding Dong“ ein. Klingt irgendwie mehr nach Kindergeburstag denn nach hitziger Stadionatmosphäre.

 

Borussia Mönchengladbach

Textlich geht die Tormusik von Borussia Mönchengladbach in Richtung Leverkusen und Mickie Krause, ist dann aber doch deutlich basslastiger. Der gute alte H.P. Baxxter bringt den Borussiapark zum Raven.

 

1. FSV Mainz 05

In der Karnevalshochburg Mainz gibt es – wie sollte es auch anders sein – bei jedem Tor den Narrhallermarsch. Helau!

 

FC Augsburg

Regional verankert ist auch die Torhymne beim FC Augsburg: Dort wird in Anlehnung an die Augsburger Puppenkiste nach jedem Tor für den FCA eine schmissige Rockversion von „eine Insel mit zwei Bergen“ gespielt. Bei der Gelegenheit lohnt es übrigens, sich auch noch einmal die grandiose Techno-Version des Songs aus den 90ern anzutun – Ah, jetzt ja! Eine Insel!

 

TSG 1899 Hoffenheim

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„Sieben Tage lang“ von den Bots ist die Tormusik bei der TSG 1899 Hoffenheim. Die Melodie ist übrigens die gleiche wie bei Mickie Krauses „Jan Pillemann Otze“. Aber der ist ja schon in Leverkusen.

 

Hannover 96

Wieder mal „Ohohoh“: Bei Hannover 96 dürfen nach jedem Torefolg die Herzensbrecher von Coldplay etwas Schmalz verbreiten. Romantik pur! Vor wenigen Jahren war dies übrigens auch die Tormusik beim Hamburger SV.

 

Hertha BSC

Im Vergleich zu den anderen Torhymnen wirkt die von Hertha BSC geradezu kompliziert: Auf ein ryhthmisches Klatschen folgen die Zeilen: „Hertha, Hertha, ei, ei, ei, Schuss, Tor, Sieg, und wir sind dabei! Hertha, Hertha, du ganz allein sollst der Stolz von Spreeathen sein! Hertha, Hertha, ei, ei, ei, dir sind wir für alle Zeit treu!“ Abgeschlossen wird die Komposition schließlich durch das altbekannte: „HA, HO, HE, Hertha BSC!“

 

Werder Bremen

Das Nebelhorn, das nach jedem Bremer Tör aus den Boxen dröhnt, hat mittlerweile Kultstatus. Danach ertönt I’m Gonna Be (500 Miles) von The Proclaimers. Das scheinen sich die Bremer übrigens bei den Schotten abgeguckt zu haben: Jedes Mal wenn die Schottische Nationalelf ein Tor erzielt, wird der alte Hit angespielt.

 

Eintracht Frankfurt

Im krassen Kontrast zu den Mickie Krauses und stumpfen Beats aus den anderen Stadien erscheint die Tormusik der Frankfurter Eintracht. Dort erklingt nach jedem Frankfurter Tor eine leicht abgewandelte Version der Ouvertüre der Operette „Leichte Kavallerie“ von Franz von Suppé (der hieß wirklich so!)

 

SC Freiburg

„Wohoohooooo“ dürfen sich die Freiburger Fans nach jedem Tor ihres SC zu „Bohemian Like You“ von The Dandy Warholes freuen.

 

VfB Stuttgart

Beim VfB Stuttgart gibt´s Punkrock auf die Ohren, „Bro Hymn Tribute“ von Pennywise schallt dort nach jedem VfB-Tor durchs Stadion. Lässt sich prima mitgrölen.

 

Hamburger SV

„Schluss mit Schmalz!“, dachte man sich offenbar in Hamburg und schob die Jungs von Coldplay kurzerhand nach Hannover ab. Seitdem darf auch hier H.P. Baxxter ran. Mit einem großartig umgedichteten Songtext: Statt „Always Hardcore“ johlt Hans Peter nun „Auf geht´s Hamburg. Raffiniert!

 

1. FC Köln

„Wenn et Trömmelche jeht“ von De Räuber. Wie in Mainz setzt man auch in Köln ganz auf den Karneval. Für alle, die mitsingen wollen, aber kein Kölsch sprechen, hier der Text: „Denn wenn et Trömmelche jeht, dann stonn mer all parat un mer trecke durch die Stadt un jeder hätt jesaat: Kölle Alaaf, Alaaf; Kölle Alaaf“

 

SC Paderborn

„Hermann Löns, die Heide, Heide brennt!“ von den Scheunenrockern ist die Tormusik beim Aufsteiger aus Paderborn. Das Lied wurde schon zu früheren Zeiten immer wieder gerne von Paderborner Fans gesungen, spielte der SC vor dem Umzug in die neue Arena doch im nach dem deutschen Dichter benannten Hermann-Löns-Stadion. Bevor das Lied in der letzten Saison zur offiziellen Torhymne wurde, hatte beim SC Paderborn übrigens jeder Spieler seine eigene Tormusik.

fn