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National

Wohnungsdurchsuchungen bei FCK-Ultras

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 19. Januar 2018
Quelle: imago

Am frühen Donnerstagmorgen hat die Bundespolizei die Wohnungen von zwölf Fans des 1. FC Kaiserslautern durchsucht. Sie stehen im Verdacht, vor dem Spiel gegen den MSV Duisburg im vergangenen Oktober einen Zug mit Gästefans angegriffen zu haben. 

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Bei den Durchsuchungen stellten die rund 130 eingesetzten Beamten Vermummungsgegenstände, elektronische Speichermedien, diverse Graffitiutensilien sowie Butterflymesser und Baseballschläger. „Es ist immer wieder erschreckend, was man bei angeblichen Fußballfans so findet“, so Polizeidirektor Ralf Leyens. Die Tatverdächtigen rechnet die Polizei der Lauterer Ultraszene zu.

Wie die Rot-Weiße Hilfe berichtet, suchten die Beamten einige der Betroffenen auch am Arbeitsplatz oder in der Universität auf. Zudem kritisiert die Fanhilfe, dass die Staatsanwaltschaft mit der Aktion lediglich versuche, die schwache Beweislage der eigenen Ermittlungen zu verbessern.

Zudem erhofft sich die Polizei von der Maßnahme offenbar eine Signalwirkung: „Darüber hinaus wird durch diese Maßnahmen auch ein deutliches Signal in die Szene gesetzt“, sagte Leyens. Die Rot-Weiße Hilfe empfiehlt den Betroffenen derweil, sich spätestens jetzt einen Anwalt zu nehmen, um Beschwerde gegen die Durchsuchung einzulegen sowie die Rechtmäßigkeit der Beschlagnahmung der Gegenstände prüfen zu lassen.