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National

WM 2014: Bundesregierung ermöglicht nächtliches Public Viewing

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 02. April 2014
Quelle: imago

Nachdem das Land Nordrhein-Westfalen bereits grünes Licht für nächtliches Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien gegeben hatte, zog nun auch das Bundeskabinett nach: Trotz der in Deutschland späten Anstoßzeiten soll die Möglichkeit bestehen, die Spiele auf Großleinwänden unter freiem Himmel zu verfolgen. Das Bundeskabinett beschloss heute eine vom Bundesumweltministerium vorgelegte Verordnung, die für die Zeit der Weltmeisterschaft Ausnahmen von den geltenden Lärmschutz-Regeln vorsieht.

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„Das gemeinschaftliche Fußballgucken unter freiem Himmel gehört zu einer Fußball-Weltmeisterschaft einfach dazu. Bei einem solchen Anlass halte ich Ausnahmen vom Lärmschutz für gerechtfertigt. Darum haben wir jetzt eine Verordnung vorgelegt, die das sogenannte Public Viewing ermöglicht und gleichzeitig einen akzeptablen Mindestschutz für Anwohner vorsieht. Über die Genehmigung in jedem konkreten Fall müssen die Kommunen entscheiden“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

Da aufgrund der Zeitverschiebung viele Spiele in Deutschland erst um 22 Uhr oder später beginnen und somit örtliche Lärmschutzstandards nicht eingehalten werden können, soll die Verordnung den Spielraum für die zuständigen Behörden in den Kommunen erweitern, Veranstaltungen zuzulassen. Im Einzelfall soll dabei zwischen dem Publikumsinteresse und der Nachtruhe abgewägt werden.

Die Bundesregierung folgt damit einer Bitte der Länder und des Deutschen Städtetags. Die Bundesländer müssen der Verordnung im Bundesrat noch zustimmen. Bereits bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 und bei der Europameisterschaft 2008 hatte es vergleichbare Verordnungen gegeben.