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National

„Wir halten Kollektivstrafen generell für kontraproduktiv“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 19. Januar 2017
Quelle: imago

Das DFB-Bundesgericht hat am Mittwoch einen Zuschauerteilausschluss gegen die SG Dynamo Dresden bestätigt. Lediglich die zuvor ausgesprochene Geldstrafe wurde von 60.000 Euro auf 40.000 Euro reduziert. Der Verein bezeichnet das Urteil als „unverhältnismäßig“ und prüft nun weitere Schritte. 

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„Wir sind vom dem Urteil des Bundesgerichts enttäuscht und mit dem Ergebnis der Berufungsverhandlung alles andere als zufrieden. Wir halten das Urteil des Bundesgerichts trotz der etwas geringeren Geldstrafe insbesondere aufgrund des Teilausschlusses mit seinen für uns negativen Folgen für unverhältnismäßig“, erklärt Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born auf der Vereinshomepage. „Wir halten Kollektivstrafen generell für kontraproduktiv, unter anderem weil diese zu Solidarisierungseffekten innerhalb der Fanszenen führen.“

Der Verein fühle sich vom Verband in dieser Angelegenheit im Stich gelassen, „weil wir in Zusammenarbeit mit den Sicherheitsträgern alles in unserer Macht stehende tun, um die Sicherheit bei unseren Meisterschaftsspielen für alle Stadionbesucher zu gewährleisten.“ Zuschauerteilausschlüsse könnten die Sicherheitslage jedoch sogar verschärfen, wenn sich die Fans des K-Blocks mit Karten für andere Bereiche eindecken.

Dynamo will nun die schriftliche Urteilsbegründung des DFB abwarten und anschließend einen Antrag stellen, den Zuschauerteilausschluss nicht zu den ersten drei Heimspielen der Rückrunde (Union Berlin, Hannover 96 und Kaiserslautern) umzusetzen, da es sich dabei um Sicherheitsspiele handelt. Darüber hinaus will der Verein zeitnah darüber entscheiden, „wie das weitere Vorgehen in dieser Angelegenheit darüber hinaus aussehen wird.“ Sollte der Klub das Urteil abermals nicht akzeptieren, bliebe noch der Gang vor das ständige Schiedsgericht des DFB.