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„Willkommen in der Hölle von St. Pauli“

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 17. Februar 2015
Quelle: imago

Wie man aus der Not eine Tugend macht, haben Fans des FC St. Pauli beim Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth vorgemacht.

Pyrotechnik im Stadion ist untersagt, zumal im eigenen. Eine löchrige Heimspielstätte mit einer Baustelle, die frei Sicht auf einen benachbarten Hochbunker gewährt, ist guter Stimmung auch nicht ausschließlich zuträglich – von der Baustellenoptik ganz zu schweigen.

Als Bühne für die Pyroshow beim Heimspiel am Montagabend aber eignete sich die Kulisse hervorragend. Dass der Bunker, auf dessen Dach die Fans rote Bengalos zündeten, „untenrum“ auch noch mit „Willkommen in der Hölle von St. Pauli“ und den obligatorischen Totenköpfen bestrahlt werden konnte, rundete den optischen Gesamteindruck ab.

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Den Zweitliga-Profis indes wollte das mit der Not und der Tugend ungleich schlechter gelingen. Nach der 0:1-Niederlage gegen Fürth schwebt der Kiezklub weiter in höchster Abstiegsgefahr.

Da sich die offenbar abgesprochene Aktion außerhalb des Stadions abspielte, dürfte eigentlich für den DFB ohnehin keine Veranlassung bestehen, der Sache nachzugehen. Das hatte man von einer Pyroshow in Erfurt unlängst aber auch gedacht.