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National

Will die DFL RB-Boykott ein Ende bereiten?

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 22. Oktober 2014

Die DFL hat Plänen für ein Public Viewing des Auswärtsspiels bei RB Leipzig im Bochumer Stadion einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vordergründig aus vermarktungstechnischen Gründen. Bochumer Fans vermuten dahinter jedoch Kalkül. Will die DFL den Boykottaktionen gegen RB Leipzig ein Ende bereiten?

Die Faninitiative Bochum jedenfalls findet: „Die Gründe sind undurchsichtig und fadenscheinig. Laut DFL geht es darum, dass Public Viewings aufgrund der exklusiven Fernsehvermarktung nur in Ausnahmesituationen, wie zum Beispiel einem Relegationsspiel, genehmigt werden können. Unterschwellig entsteht jedoch der Eindruck, dass Boykottaktionen gegen RBL ein Ende haben sollen.“

Infotisch und Dosenwerfen

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So einfach wollen sich die VfL-Anhänger aber nicht geschlagen geben. Statt ins Stadion lädt die Fanintiative am kommenden Freitag nun in die Fangastronomie im Stadion, wo das Spiel auf verschiedenen zusätzlichen TV-Geräten übertragen werden soll. „Wir wollen RBL und DFL gemeinsam zeigen, was eine richtige Fanszene ausmacht“, heißt es in der Mitteilung der Faninitiative. Um 17 Uhr öffnen sich am Freitagabend die Pforten, neben einem Infotisch über RB Leipzig können sich Fans dort auch im Dosenwerfen beweisen.

 

 

Die Ultras Bochum sind ebenfalls lesbar verstimmt über die Absage des eigentlich geplanten Public Viewings. „Gründe dafür gibt es mehrere. Der entscheidende ist aber, dass eine Übertragung des Spiels in dem von uns geplanten Rahmen aus vermarktungsrechtlichen Gründen trotz der Bemühungen des VfL nicht möglich ist“, erklärt die Gruppe, die jedoch offenbar nicht an der abgespeckten Alternativveranstaltung teilnehmen will. „Wir möchten an dieser Stelle jene Verhältnisse, die unser Vorhaben letztlich unmöglich gemacht haben nicht weiter kommentieren, dies würde wohl den Rahmen sprengen. Ihr seid jedoch eingeladen, euch hierzu eure eigenen Gedanken zu machen…“