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Wildpinkeln bei Schalke-Heimspielen nimmt zu

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 11. November 2014

Lange Schlangen und dreckige Toiletten: Es gibt weitaus angenehmere Dinge als sich bei einem Bundesligaspiel erleichtern zu müssen. Die Konsequenz: Büsche und Zäune werden zur beliebten und stark frequentierten Alternative. So hat das Wildpinkeln in Gelsenkirchen rund um die Heimspiele des FC Schalke 04 in letzter Zeit stark zugenommen.

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Nach Informationen der WAZ verhängte der Verein in der letzten Saison 50 Ordnungsgelder in Höhe von jeweils 25 Euro. Und auch Gregor Mai, ein ehemaliger Ordner des Klubs, der nun die Schalker Heimspiele mit seiner zehnjährigen Tochter privat besucht, berichtet: „Das Ausmaß ist schlimmer geworden.“ Gegenüber der Zeitung fügt er an, was ihn daran besonders stört: „In Reih und Glied verpacken viele Stadionbesucher erst nach dem Umdrehen ihr bestes Stück. „Eine Zumutun“ sei das für die Kinder, die auf zig entblößte Geschlechtsteile blicken: „Das verstört sie doch.“

Da es zu wenig Ordner und zu wenig Toiletten gebe, werde das Wildpinkeln vom Verein geduldet. „Mehrfach sind uns von aufgebrachten Fans Schläge angedroht worden, wenn wir sie ermahnten, das Wildpinkeln zu unterlassen“, berichtet Mai von seiner ehemaligen Ordnertätigkeit. Daraufhin habe der Verein die Ordner angewiesen, sich besser zurückzuhalten.

fn