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National

Wilde Horde und Coloniacs steigen aus AG Fankultur aus

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 02. März 2015
Quelle: imago

Es gab viel zu besprechen, doch das erste Treffen der AG Fankultur in Köln nach dem Rheinderby in Mönchengladbach war für die beiden großen Ultra-Gruppen „Coloniacs“ und „Wilde Horde“ schnell beendet. Beide haben nach übereinstimmenden Medienberichten erklärt, vorerst nicht mehr an dem Dialog zwischen Fan- und Vereinsvertretern teilzunehmen.

Damit reagieren die Gruppen auf den Ausschluss der „Boyz“. Von der Strafe sollen etliche Fans betroffen sein, die bei dem Spiel gar nicht im Stadion waren oder sogar längst keine Mitglieder der Gruppe sind. Eine Kollektivstrafe, die Vereinspräsident Werner Spinner in der Vergangenheit kategorisch ausgeschlossen hatte.

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Bei den Spielen gegen Hannover und in München hatten die beiden Ultra-Gruppen aus Protest gegen die drastische Sanktion daher schon auf organisierten Support verzichtet.

Trotz der Entscheidung betont Spinner gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger, dass er die AG, die der Verein vor rund zwei Jahren installiert hat, nicht als gescheitert ansehe. Die Tür stehe weiterhin offen.

Ob die Ultras allerdings noch einmal über die Schwelle gehen, ist derzeit nicht abzusehen. Erst müssen die Gruppen grundsätzlich über ihr weiteres Vorgehen beratschlagen.