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Wiesbaden-Ultras mit Veränderungen

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 14. Mai 2016
Quelle: imago

Die Ultra-Gruppe Supremus Dilectio vom SV Wehen Wiesbaden befindet sich im Konflikt mit dem eigenen Verein. Unter anderem kündigten die Fans an, alle Aktivitäten der Gruppe einzustellen, falls es zur Fusion mit dem SV Wiesbaden kommen. Hektisch wurde es im Oktober vergangenen Jahres, als ca. 30 Ultras die VIP-Räume mit „Nein-zur-Fusion“-T-Shirts stürmten. Nun hat die Gruppe eine Stellungnahme veröffentlicht.

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In dieser erklären Supremus Dilectio, dass sie momentan „massiven strukturellen wie personellen Veränderungen“ unterliegen. Aufgrund der negativen Entwicklungen sieht sich die Gruppe gezwungen, sich neu aufzustellen, um den „Ultrá-Gedanken in Wehen wieder entsprechend [ihrer] eigenen Vorstellungen leben zu können.“ Sie hoffen, die Probleme bis zum Ende der Sommerpause gelöst zu haben. Momentan läuft der letzte Spieltag der dritten Liga und Wehen Wiesbaden steht aktuell auf dem 15. – dem sicheren – Platz. Das könnte sich aber noch ändern, je nachdem wie die Spiele ausgehen. Dieser Aspekt trifft die Gruppe „natürlich doppelt“, da sie die Mannschaft nicht gemäß ihrer Vorstellungen unterstützen können.

Hier die komplette Mitteilung im Wortlaut:

Die Gruppe „Supremus Dilectio“ unterliegt derzeit massiven strukturellen wie personellen Veränderungen. Der Hauptgrund hierfür ist, dass die Gruppe in den letzten Wochen und Monaten ihren eigenen Ansprüchen an den Ultrá-Gedanken immer weniger gerecht geworden ist. Dies ist nicht zuletzt auch eine Folge der gescheiterten Fusionspläne der Vereinsspitze mit dem SV Wiesbaden. Dieser erneute Vertrauensbruch hat auch bleibenden Schaden in unserer Gruppe angerichtet, den es aufzufangen gilt. Jedoch sehen wir uns aufgrund der zunehmend negativen Entwicklung dazu gezwungen uns als Gruppe neuaufzustellen und einige Schritte zurückzugehen. So wollen wir den Weg dafür ebnen den Ultrá-Gedanken in Wehen wieder entsprechend unserer eigenen Vorstellungen leben zu können und den eigenen Erwartungen gerecht zu werden. Wir hoffen diese Umstrukturierungen bis zum Ende der Sommerpause vollzogen zu haben. Jedoch wissen wir, dass wir bis dahin vermutlich noch einige Rückschläge einstecken müssen. Ebenso trifft es uns natürlich doppelt, dass sich die Mannschaft derzeit im Abstiegskampf befindet und wir sie nicht gemäß unserer Vorstellungen unterstützen können. Dennoch müssen wir jetzt die Reißleine ziehen, bevor sich das Thema Ultrá um den Sportverein aus Wehen endgültig erledigt hat.