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International

Wie Köln-Fans das Emirates übernommen haben

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 15. September 2017
Quelle: imago

Im Vorfeld erhielt der 1. FC Köln 2.900 Karten und riet seinen Fans davon ab, Karten auf anderen Kanälen zu erwerben. Trotzdem schafften es etwa 10.000 ins Stadion. So kamen sie an die Karten.

Die einfachste Möglichkeit war eine Vereinsmitgliedschaft beim FC Arsenal. Anders als in Deutschland werden Karten nämlich nur an Mitglieder verkauft, einen General-Sale gibt es nur zu vereinzelten Spielen. Direkt über Arsenal Karten zu bestellen war allerdings nur denjenigen möglich, die bereits vor der Auslosung Mitglied beim Londoner Verein waren. Lukas Podolskis Wechsel zu Arsenal dürfte jedoch für einige Mitgliedschaften mit Kölner Postleitzahl gesorgt haben.

Wer nicht direkt Mitglied war, versuchte natürlich sämtliche Beziehungen zu nutzen. „War der Austauschschüler damals in der 9b nicht Arsenal-Fan?“ Diese oder ähnliche Gedanken werden sich viele Kölner gemacht haben. Andere versuchten über Facebook und Twitter Kontakte zu knüpfen. Vitamin B zeigte jedenfalls seine Wirkung, denn einige Arsenal-Fans konnten ihre Tickets nicht wahrnehmen. Oder sie ließen sich zumindest von Kölner überzeugen, sie zu verkaufen.

Eine weitere Möglichkeit waren VIP-Karten. Auch hier haben natürlich Beziehungen geholfen, aber die Kontrollen bei der Bestellung von VIP-Karten waren bei weitem nicht so streng wie bei normalen Karten. Dafür musste man natürlich etwas tiefer in die Tasche greifen, aber immerhin war der Einlass sicher. Hunderten war es das auf jeden Fall wert, denn der VIP-Bereich im Stadion platzte vor Kölnern.

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Die letzte Möglichkeit war natürlich der Schwarzmarkt. In England nicht so üblich wie in Deutschland, aber vor allem gestern sehr ausgeprägt. An der U-Bahn Haltestelle Arsenal machten die Schwarzhändler ein gutes Geschäft. Zwischen 80 und 150£ wurde für Karten verlangt und viele ließen sich darauf ein. Da es sich hier um Tickets in neutralen oder sogar Arsenal-Fanbereichen handelten, rieten die Verkäufer denn Fans teilweise gar zum Kauf von Arsenal-Schals. Ein Garantie für den Einlass war es dennoch nicht, denn die Tickets waren meist im „Print at Home“-Format.

Welchen Weg die Kölner auch gewählt haben, sie haben für reichlich Verwunderung gesorgt.