Anzeige

National

„Wie blöd kann der Mensch eigentlich sein?“

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 02. April 2015
Quelle: imago

Der Sportrechtsanwalt Christoph Schickhardt holte im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten zum Rundumschlag aus. Er fordert drastische Strafen und lobt Großinvestoren.

Anzeige

Bei dem Umgang mit Gewalt und Gesetzesbrüchen fordert der gebürtige Essener eine Null-Toleranz-Politik: „Wer gegen Polizisten die Hand erhebt, gehört in den Knast!“ Für die Polizei wiederum zeigt er eine Menge Verständnis und malt dafür ein kompromissloses Bild von einigen Fußballfans: „Beamtenbeleidigung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung. Und die Polizei muss sie auch noch ins Stadion begleiten. Ich verstehe jeden, der die Schnauze voll davon hat.“

Im weiteren Verlauf des Gesprächs schießt der Jurist gegen Fans von Hannover 96, die Woche für Woche „Kind muss weg“ fordern. Schickhardt dazu: „Wie blöd kann der Mensch eigentlich sein?“ Investoren wie Kind, aber auch Dietmar Hopp (TSG Hoffenheim) oder Dietrich Mateschitz (RB Leipzig) verdienten stattdessen besondere Dankbarkeit und Anerkennung für ihr Engagement: „Man müsste ihnen einen roten Teppich ausrollen. Sie tun sehr viel Gutes für den deutschen Fußball und unsere Gesellschaft.“

Christoph Schickhardt hat in der Vergangenheit hunderte von Fälle im Bereich des Sportrechts verhandelt. Zu seinen Mandanten gehörten neben Joachim Löw oder Oliver Bierhoff auch Klubs wie Hertha BSC, Vfl Wolfsburg oder 1.FC Kaiserslautern. Für die Niedersachsen und die Pfälzer verhinderte er einst einen Lizenzentzug durch den Verband. Schickhardt ist außerdem auch Berater der Red Bull GmbH, auf ihn soll der Name „Rasenballsport“ zurückgehen .