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National

Werder-Ultras schließen sich Stuttgarter Montagsboykott an

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 17. April 2016

Durch des Ausscheiden von Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg aus dem internationalen Wettbewerb steht nun endgültig fest, dass die Begegnung des SV Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart am Montag, den 2. Mai, stattfinden wird. Es dürfte jedoch eine Partie mit äußerst seltsamer Stimmung werden, denn nach der aktiven VfB-Fanszene kündigen nun auch Ultras des SV Werder an, das Spiel zu boykottieren. 

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„Uns geht es darum, zu zeigen, dass wir genauso Teil des Fußballs sind wie die Kicker, Vereins- und Verbandsfunktionäre. Ohne uns Fans und die Atmosphäre, die wir Wochenende für Wochenende in die Stadien dieser Liga bringen, wäre das Produkt Bundesliga nur noch einen Bruchteil wert. Wir verstehen uns aber nicht als bloße Dienstleistende für ein Produkt. Wir bringen Farbe, Leben und Emotion in ein Spiel, welches immer mehr den Bedürfnissen einer kapitalistischen Gesellschaft angepasst wird“, erklärt die Bremer Ultragruppe Caillera auf ihrer Website.

Die Gruppe betont, dass es ihr die Entscheidung, „sich nicht ausreichend stark gegen die Zerstückelung der Bundesliga-Spieltage positioniert oder Werder nicht ausreichend im Kampf um den Klassenerhalt unterstützt zu haben“ nicht leicht gefallen sei. „Nach zähem Ringen haben wir uns jedoch dafür entschieden, an diesem Spieltag ein Zeichen für all jene Fußballfans zu setzen, die ihren Verein im Stadion leidenschaftlich unterstützen wollen und so nebenbei den Profifußball und seine Stadien mit einer lebhaften Fankultur bereichern“, so die Ultras.

Um mit dem Boykott dem Verein nicht finanziell zu schaden, ruft die Gruppe alle Fans, die dem Spiel fernbleiben wollen, dazu auf, trotzdem Eintrittskarten für die Partie zu kaufen. Die Stuttgarter Fanszene kündigt derweil für den Samstag vor dem Spiel „einen großangelegten Protest“ an. „Alle Weiß-Roten sind dazu aufgerufen, Ihrer Ablehnung Ausdruck zu verleihen und sich gemeinsam gegen die Machenschaften der DFL aufzulehnen“, heißt es vom Commando Cannstatt.