Anzeige

National

Werder startet eigene Ticketbörse – 250 Abmahnungen gegen Schwarzhändler

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 16. Oktober 2014
Quelle: imago

Der SV Werder Bremen startet eine eigene Ticketbörse. Hier wird den grün-weißen Fans die Gelegenheit geboten, ihre Dauerkarten für einzelne Werder-Heimspiele legal zum Weiterverkauf anzubieten, falls sie am Spieltag verhindert sind. Diese Möglichkeit wird künftig immer dann bestehen, wenn die Plätze im Heimbereich des Weser-Stadions zu mindestens 95 Prozent ausgelastet sind. Werder fungiert auf seiner Homepage dabei als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer und garantiert beiden Seiten einfache und reibungslose Abläufe.

Anzeige

Für das Freitagabend-Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 24. Oktober 2014, (20.30 Uhr) können erstmals Karten über die Börse angeboten beziehungsweise gekauft werden. „Die Werder-Ticketbörse ist ein weiterer Schritt unsere Dauerkarte noch attraktiver zu machen und passt hervorragend in unsere Strategie gegen den Schwarzmarkt-Handel und den überzogenen kommerziellen Missbrauch unserer guten Auslastung im Weser-Stadion“, erklärt Werders Direktor Marketing und Vertrieb, Oliver Rau.

Durch die Abwicklung über die offizielle Werder-Ticketbörse wird eine faire und transparente Preispolitik nach den neuen Sicherheits- und Ticketing-Regularien der Deutschen Fußball Liga (DFL) gewährleistet. Der Verkäufer erhält im Falle des Verkaufs seiner Tickets 95 Prozent des anteiligen Dauerkartenpreises, der Käufer zahlt den jeweiligen Tageskartenpreis zuzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 10 Prozent und gegebenenfalls entstehender Versandkosten in Höhe von 4 Euro.

Der SV Werder Bremen hat den Kampf gegen den Schwarzhandel vor wenigen Wochen intensiviert. Seit dem Start der neuen Saison arbeitet Werder mit der Anwalts-Kanzlei Becker & Haumann aus Dortmund zusammen, um den illegalen Online-Handel mit Eintrittskarten für Spiele der Bundesliga-Mannschaft im Weser-Stadion zu ahnden. „Die Kanzlei wurde von uns beauftragt, gegen den Ticketverkauf auf Internetplattformen anzugehen, wenn gegen unsere Geschäftsbedingungen verstoßen wird“, erklärt Oliver Rau. Die Anwaltskanzlei ist von Werder Bremen beauftragt, gegen derartige Verstöße vorzugehen und Verkäufer direkt abzumahnen und Unterlassungserklärungen zu versenden. Dieses Vorgehen ist bereits in den ersten Wochen in rund 250 Fällen zum Tragen gekommen.