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National

Werder Bremen erklärt sich solidarisch mit Babelsberg 03

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 10. Februar 2018
Quelle: imago

Im Rechtsstreit mit dem Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) erhält der SV Babelsberg 03 nun auch Unterstützung aus der Bundesliga.

Wie der SV Werder Bremen am Freitag mitteilte, habe Werder Präsident Dr. Hess-Grunewald seinem Babelsberger Kollegen Archibald Horlitz in einem Telefonat seine Solidarität in der Haltung gegen Rechtsextremismus ausgesprochen und zudem Unterstützung aus Bremen angeboten.

Darüber, wie diese Unterstützung konkret aussehen soll, wollen die beiden Vereine in den kommenden Tagen beraten. Ein Benefizspiel gegen die Profimannschaft des SV Werder sei aktuell jedoch nicht möglich. In offenen Briefen hatten unter anderem die Ultragruppe Caillera und die Hamburger Werder-Blogger von Vert et Blanc ihren Verein dazu aufgefordert, den Regionalligisten mit einem Benefizspiel zu unterstützen.

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In den vergangenen Tagen war der Streit zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem NOFV eskaliert. Weil sich die Potsdamer dagegen wehren, eine Geldstrafe in Höhe von 7.000 Euro zu bezahlen, drohte der Verband sogar mit einer Spielsperre für die Regionalliga Nordost.

Streit gibt es insbesondere deshalb, weil der NOFV in seiner Urteilsbegründung auch die „Nazischweine raus“-Rufe von Babelsberg-Fans beim Derby gegen den FC Energie Cottbus bestrafte. Der FC Energie hingegen konnte zuletzt erfolgreich Berufung gegen eine Verurteilung wegen antisemitischer und rechtsextremer Ausfälle seiner Fans bei der Partie einlegen. Diese Entscheidung hatte sogar den DFB auf den Plan gerufen.

Aktuell befinden sich beide Parteien jedoch in Terminabstimmungen für ein gemeinsames klärendes Gespräch. „Es besteht auf beiden Seiten die Absicht zu deeskalieren“, teilte der Klub mit.

Auch zahlreiche Fans weiterer Vereine erklärten sich zuletzt solidarisch mit dem SV Babelsberg und zeigten am vergangenen Wochenende Spruchbänder zu dem Thema. Zudem erreichen den Verein zahlreiche Spenden.