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Wer ist wirklich der beliebteste Fußballklub Deutschlands?

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 09. April 2014
Quelle: imago

Wir haben 100 Leute gefragt. Seit Werner Schulze-Erdels goldenen TV-Zeiten beim Familienduell weiß man doch eigentlich, was die verlässlichste aller Größen für eine repräsentative Umfrage ist.

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Das Marktforschungsunternehmen Repucom fragte für seinen vier mal jährlich erscheinenden Branchenreport „Fußball-Monitor“ sogar gleich 1.000 Fußballinteressierte zwischen 14 und 59 Jahren, welches ihr liebster Fußballverein sei. Und kam zu einem einigermaßen überraschenden Ergebnis: Dass Bayern München (27,5 Prozent) und Borussia Dortmund (20,6 Prozent) auf Rang eins und zwei landeten, überschneidet sich weitgehend mit den derzeitigen sportlichen Kräfteverhältnissen. Borussia Mönchengladbach (dazu reichten schon 5,1 Prozent) auf Rang drei ist allerdings bereits ein Ausreißer, der dem Bundesligisten auch gleich mal eine Nachricht auf seiner Homepage wert war. Auf den weiteren Plätzen folgen der VfB Stuttgart (5,0) und der FC Schalke 04 (4,9).

Wie viel, beziehungsweise wenig, diese Erhebungen jedoch offenbar wert sind, bewies allein der Pressetext der Gladbacher. Weiter unten verwiesen die Borussen auf ein aktuelles Voting der Bild-Zeitung. 136.908 Leser sollen dort ganze 2,464,341 Millionen Stimmen abgegeben haben. Ergebnis: Borussia Dortmund (131.004) vor Mönchengladbach (130.263), FC Schalke 04 (128.475), Weder Bremen (128.475) und Eintracht Frankfurt (117.833).

Auch wenn es eigentlich heißt, dass man sich den Verein nicht aussuchen, geschweige denn wechseln könne, stellt ein Blick in die jüngere Vergangenheit die Halbwertzeit solcher Erhebungen zusätzlich ein ein schummriges Licht. 2009 erst war laut einer Studie des Sportrechtevermarkters Sportfive – Achtung! – noch Werder Bremen der beliebteste Verein Deutschlands. Gefolgt von – in Deckung! – der TSG Hoffenheim.