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National

Wegen Polizeifinanzierung: DFB entzieht Bremen ein Länderspiel

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 25. Juli 2014
Quelle: imago

Das für den 14. November diesen Jahres terminierte EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar wurde von Bremen nach Nürnberg verlegt.

Die umstrittene Senatsentscheidung über die Kosten von Polizeieinsätzen zieht somit eine erste Konsequenz nach sich. Weil künftig die Veranstalter von „risikoreichen“ und gewinnorientierten Großveranstaltungen für die Sicherheit durch die Polizei bezahlen sollen, reagierte der DFB.

Präsident Wolfgang Niersbach sagte dazu:

„Es tut uns sehr leid für die Fans in Bremen, die unsere Weltmeister gerne gesehen hätten. Wir haben aber eine klare Vereinbarung mit der Innenminister-Konferenz, dass wir unsere Präventivmaßnahmen verstärken und im Gegenzug die aus unserer Sicht verfassungswidrige Kostenbeteiligung an Polizeieinsätzen weiterhin nicht thematisiert wird. Diese Vereinbarung hat Bremen durch seinen Alleingang gebrochen. Natürlich sind wir offen für Gespräche, die uns wieder auf eine gemeinsame Linie bringen.“

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Damit vertreten DFB, DFL und DOSB wie angekündigt eine gemeinsame Linie gegen die Entscheidung des Bremer Senats.

UPDATE:

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zeigt sich von der Entscheidung überrascht und enttäuscht:

 „Wir hätten von den beiden Fußballverbänden erwartet, dass sie mit scharfen Argumenten in die Auseinandersetzungen gehen und nicht mit fragwürdigen Strafaktionen.“

moG