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Wegen Banner in Nürnberg: FCK streicht Pfalz Inferno die Privilegien

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 31. Juli 2017
Quelle: imago

Mit einem großen Spruchband brachten die Ultras des Pfalz Inferno vor dem Spiel in Nürnberg ihren Unmut über die Wechsel von Marius Müller und Gino Fechner von RB Leipzig zum 1. FC Kaiserslautern zum Ausdruck. Nun reagiert der Verein. 

In einer Stellungnahme distanzieren sich die Verantwortlichen des Vereins ausdrücklich vom Spruchband und dessen Inhalt. „Dass zwei Spieler des 1. FC Kaiserslautern kurz vor Anpfiff des ersten Saisonspiel von Teilen der eigenen Fans auf diese Art und Weise angegangen werden, ist kontraproduktiv und im Sinne des Vereins nicht zu akzeptieren.“

Die Verantwortlichen zeigen sich zudem von der Art der Kommunikation des Unmuts enttäuscht. Regelmäßig hätten Vertreter des Pfalz Inferno die Möglichkeit, sich direkt mit der Vereinsführung und der Mannschaft auszutauschen und Kritik intern und von Angesicht zu Angesicht vorzutragen. „Dass Vereinsverantwortliche jedoch wiederholt über Spruchbänder angegangen werden“, könne „nicht die Form der Kommunikation sein, die zum Wohle des Vereins beiträgt.“ Als Konsequenz aus diesem „Vertrauensbruch“ will der FCK den Ultras des Pfalz Inferno keine Privilegien mehr im Stadion gewähren.

Um welche Privilegien es sich dabei genau handelt, lässt der Verein offen. Dennoch will der FCK weiterhin zum Dialog bereit stehen.

Auch zum Thema Meinungsfreiheit äußert sich der Verein in diesem Zusammenhang: „Meinungsfreiheit ist ein wichtiges Gut und wir gestehen jedem Fan auch weiterhin seine eigene Meinung zu. Ein solches Banner vor eine Fankurve zu hängen, hat in unseren Augen jedoch nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern ist vereinsschädigendes Verhalten und steht jeglicher Form von respektvollem Umgang untereinander entgegen. Dass sich inzwischen zahlreiche der in Nürnberg anwesenden Fans von diesem Banner distanziert haben, zeigt uns zudem deutlich, dass mit diesem Banner nicht die Meinung der gesamten Fankurve wiedergegeben wurde.“

„Wir sind überzeugt, dass die große Mehrheit der FCK-Fans mit uns einer Meinung ist, solche Aussagen gegenüber den eigenen Spielern nicht zu tolerieren. Dies haben uns viele Fans auch in zahlreichen Zuschriften mitgeteilt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken und wir würden uns freuen, wenn die Fans dies beim nächsten Spiel auch so zum Ausdruck bringen. Unseren Torwart Marius Müller und einen jungen talentierten Spieler wie Gino Fechner, der sich bewusst für den FCK entschieden hat, so zu beschimpfen, hat nichts mit dem FCK zu tun, für den wir einstehen und kämpfen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Thomas Gries.