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„Was bringt ein ‚durchlässiges Auswahlverfahren‘, wenn jeder Bauer zu den Cops kommen darf?“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 02. Mai 2018
Quelle: Jeronimo Ort

Am vergangenen Sonntag war die BSG Chemie Leipzig zu Gast beim FC Oberlausitz Neugersdorf. Wie das Rechtshilfekollektiv Chemie Leipzig nun öffentlich macht, trugen Mitglieder des verantwortlichen Ordnungsdienstes rechtsextreme Symbole – unter den Augen der Polizei. 

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So berichtet das Rechtshilfekollektiv von „Naziklamotten, ‚White Pride‘-Sticker und offensichtlichem ‚Wolfsangel-Tattoo'“ bei Mitarbeitern des ansässigen Ordnungsdienstes. Anstatt jedoch von Amtswegen Ermittlungen wegen der Verwendung dieser Symbole einzuleiten, habe die ebenfalls anwesende Polizei die Ordner sogar bei den Einlasskontrollen unterstützt, „die Nazi-Insignien dabei gekonnt ignoriert und durch die Einsatzleitung am Ende mit den Worten ‚das könnten auch japanische Schriftzeichen sein‘ noch legitimiert.“

Die Leipziger Fanhilfe übt daher scharfe Kritik an der Polizei: „Wir erwarten – neben der Kenntnis über strafbare und verfassungswidrige Symbole, gegen die man von Amtswegen Ermittlungen einleitet – vor allem intellektuelle, soziale und kommunikative Grundlagen und ein polizeiliches Rollenverständnis, das nicht bei Cobra 11 aufhört.“ Die Gründe für diese fehlenden Kompetenzen sieht das Rechtshilfekollektiv vor allem in der Ausbildung der Polizisten: „Was bringt ein ‚durchlässiges Auswahlverfahren‘, wenn jeder Bauer zu den Cops kommen darf? Wir wollen einfach nicht einsehen, dass Polizisten immer dümmer werden, dass selbst wir Fußballfans meilenweit mehr Brain besitzen, als die, die alsbald im höheren Dienst arbeiten werden. So geht das nicht weiter: für die sofortige Einführung eines Numerus Clausus in der Polizeiausbildung! Bitte…“