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„Vorwärts Schalke“: Ultras Gelsenkirchen fordern Vereinsstrategie

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 04. April 2016
Quelle: imago

Am 26. Juni steigt auf Schalke die Mitgliederversammlung des FC Schalke 04. Schon jetzt sorgen einige nicht zugelassene Anträge jedoch für Zündstoff.

So gaben mit den Ultras Gelsenkirchen, dem FC Schalke 04 Supporters Club und der Schalker Fan-Initiative heute die drei großen Fangruppen, die nicht im Schalker Fanclub-Verband organisiert sind, bekannt, dass ein von ihnen gemeinsam erarbeiteter Antrag mit dem Projektnamen „Vorwärts Schalke“ zur Jahreshauptversammlung vom Aufsichtsrat nicht zugelassen worden sei. Mit diesem Antrag sollten Vorstand und Aufsichtsrat gebeten werden, bis zur nächsten Mitgliederversammlung einen strategische Planung für die Entwicklung der wesentlichen Bereiche des Vereins (Lizenzspielerabteilung, Knappenschmiede, Finanzen) auszuarbeiten.

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Der Aufsichtsrat, der die Anträge zur Mitgliederversammlung genehmigen muss, ließ diesen Antrag jedoch mehrheitlich nicht zur Abstimmung zu. Wie die Ultras Gelsenkirchen berichten, habe der Aufsichtsrat dafür jedoch keine Begründung geliefert. In einem Vermittlungsgespräch sei den Antragstellern mitgeteilt worden, dass die einzelnen Bereiche des FC Schalke 04 bereits eine Strategie hätten. Das Aufsichtsratsmitglied Ulrich Köllmann soll hingegen versichert haben, dass es keine niedergeschriebene Strategie gebe.

Die Antragsteller planen daher, ihren Antrag aufrechtzuerhalten und dafür zu werben, diesen auf der Versammlung zur Aussprache und Abstimmung zuzulassen. „,Vorwärts Schalke´ soll den Anstoß für die Entwicklung einer von den Mitgliedern und Gremien gemeinsam getragenen Strategie geben“, begründen die Fangruppen ihren Antrag. „Im Vermittlungsgespräch haben wir betont, dass eine entwickelte Strategie nicht rechtlich bindend ist, sondern lediglich eine politische Leitlinie darstellen soll. Wir sehen darin eine große Chance, die Identität des Vereins zu stärken und den Mitgliedern die nötige Orientierung zu geben, in welche Richtung sich der Verein entwickeln soll.“ Die drei Fanorganisationen erhoffen sich durch den Antrag eine “ langfristige rote Linie“ im Verein, die unabhängig von personellen Änderungen verfolgt wird.

Der Antrag der drei unabhängigen Fangruppen ist nicht der einzige, der vom Aufsichtsrat nicht zur Tagesordnung der Jahreshauptversammlung zugelassen wurde. Auch weitere Anträge sollen nach Auskunft der Initiative „SchalkeVereint“ nicht genehmigt worden sein, ohne dass der Aufsichtsrat dies jedoch schriftlich begründet habe, wie er es gemäß Vereinssatzung hätte tun müssen.