Anzeige

National

Vorfälle bei Fürth gegen 1860

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 16. März 2015
Quelle: imago

Laut Polizeibericht kam es zu mehreren kleineren Auseinandersetzungen rund um das Spiel Greuther Fürth gegen 1860 München. Angeblich versuchten „im U-Bahnverteiler des Hauptbahnhofes Fürth sechs Fürther Anhänger eintreffende Gästefans anzugreifen.“ 

Im Umfeld des Stadions stellten die Beamten dann „Anhänger eines benachbarten Fußballclubs fest.“ Da sie keine Eintrittskarten bei sich hatten, sei nicht auszuschließen gewesen, dass diese Personen Ärger machen würden. Neun von ihnen wurden in Gewahrsam genommen, nach dem Spiel konnten sie wieder gehen. Die Polizei macht keine genauen Angaben dazu, aus welcher Stadt die Fans gekommen sind, der Wortwahl nach handelte es sich aber höchstwahrscheinlich um Nürnberger.

Beim Einlass sollen die 1860-Fans versucht haben, die Kontrollen mit einem Blocksturm zu umgehen. Auch nach dem Spiel blieb es anscheinend turbulent. Die Fans von 1860, wiederum „unterstützt durch Fans eines benachbarten Fußballclubs“, gerieten wohl noch mit Fürthern aneinander – hier musste die Polizei Schlagstöcke einsetzen. Es wird nun gegen einige Fans, die an den Aktionen beteiligt waren, wegen Widerstand gegen Vollzugsbeamte und Körperverletzung ermittelt. Zahlreiche Anhänger mussten ihre Personalien abgeben.

Während des Spiels blieb es ruhig. Die Fürther überzeugten mit einer kleinen Choreographie, in der sie ihr Kleeblatt feierten. Die 1860 Fans zündeten eine gelbe Rauchbombe.

Anzeige

Nachfolgend der Polizeibericht im Wortlaut:

Am Freitagabend (13.03.2015) fand am Laubenweg die 2. Fußballbundesligabegegnung zwischen der Spielvereinigung Greuther-Fürth und 1860 München statt. Am Rande des Fußballspiels kam es zu Auseinandersetzungen verschiedener Fangruppierungen. Eingesetzte Polizeikräfte verhinderten Frühzeitig Ausschreitungen.

Zunächst versuchten im U-Bahnverteiler des Hauptbahnhofes Fürth sechs Fürther Anhänger eintreffende Gästefans anzugreifen. Durch rasches Einschreiten kam es jedoch zu keinen Straftaten. Die Identitäten der Personen wurde festgestellt.

Im näheren Umfeld des Stadions stellten Beamte Anhänger eines benachbarten Fußballclubs fest. Diese hatten keine Eintrittskarten bei sich. Es war nicht auszuschließen, das es von Seiten dieser Personen zu Störungen kommen kann, deshalb wurde ein erweiterter Gewahrsam gegen sie ausgesprochen. Neun wurden deshalb in Gewahrsam genommen und nach Spielende wieder entlassen.

Bei den Einlasskontrollen versuchte eine größere Anzahl von Personen die Eingangskontrolle im Gästebereich zu überrennen. Auch hier unterbanden die eingesetzten Kräfte Straftaten frühzeitig. Bei den Einlasskontrollen selbst wurden zwei Fans mit pyrotechnischen Gegenständen festgestellt. Diesbezüglich ergingen Strafanzeigen.

Auf dem Heimweg gerieten schließlich noch rund 10 Anhänger der Gastmannschaft, unterstützt durch Fans eines benachbarten Fußballclubs mit 50 bis 60 Personen der Heimmannschaft auf Höhe der Erlanger-/Mauerstraße aneinander. Um die Streitenden zu trennen mussten Polizeikräfte den Schlagstock einsetzen. Gegen drei Fürther Fans wird jetzt wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte und Körperverletzung ermittelt. Bei einem weiteren Dutzend wurde die Identität festgestellt. Ein Tatverdächtiger flüchtete in ein nahe gelegenes Vereinsheim. Als dieser sich nach draußen begab wurde ebenfalls festgenommen und muss sich auch wegen des Verdachts des Widerstandes und Körperverletzung verantworten. Drei Beamte erlitten bei dem Einsatz leichte Verletzungen, blieben jedoch dienstfähig.