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National

Vorerst kein Neubau in Münster

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 23. Juni 2015
Quelle: imago

Viel Lärm um nichts? Die Stadionsituation in Münster bleibt zunächst unverändert.

Die Befürworter eines Stadion-Neubaus in Münster hatten sich von dem Auftritt von Unternehmer Walther Seinsch viel versprochen. Am Ende des Abends herrschte jedoch Ernüchterung. Da die Stadt eine Beteiligung an einem Neubau ausgeschlossen hat und das von Seinsch vorgestellte Stiftungsmodell nicht für einen Umbau in Frage kommen soll, kam es zu keinen konkreten Plänen.

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Ein Neubau des Preußenstadions würde wohl etwa 50 Millionen Euro kosten, bei einer Kapazität von 35.000-38.000. 20 Millionen hätte die Stiftung beigesteuert, 10 weitere Millionen andere Geldgeber. Die übrige Summe hätte die Stadt aufbringen sollen, Oberbürgermeister Markus Lewe lehnte diesen Vorschlag jedoch ab. Zudem wäre ein Neubau aus baurechtlichen Gründen “an diesem Standort nicht möglich. Punkt“, sagte Lewe.

Andererseits kommt für Seinsch ein Modernisierungsplan an jetziger Stelle nicht infrage. Eine Kapazität von nur 22.000 Zuschauern sei für potenzielle Investoren wirtschaftlich nicht rentabel. Ein Alleingang ohne die Beteiligung der Stadt ist ebenfalls nicht denkbar. Seinsch: „Wenn sich die Stadt nicht an der Stiftung beteiligt, wird diese hier in Münster nicht gegründet.“

Es stellt sich die Frage, warum derartige grundlegende Meinungsverschiedenheiten nicht im Vorfeld besprochen wurden und stattdessen eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung abgehalten wurde, die bei den Anhängern der Preußen Hoffnungen auf ein neues bzw. moderneres Stadion geweckt hatte.