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Vor 50+1-Ausnahme: Kind braucht Zustimmung der Mitglieder

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 03. Mai 2017
Quelle: imago

Am vergangenen Donnerstag tagte die Mitgliederversammlung von Hannover 96. Dabei ging es vor allem auch um die Übernahmepläne von Martin Kind. Die Interessengemeinschaft Pro Verein 1896, die sich für die Wahrung der 50+1-Regel einsetzt, zieht mit einigen Tagen Abstand nun ein positives Fazit der Veranstaltung. 

So scheiterte ein Satzungsänderungsantrag zum Schutz der 50+1-Regel mit 60 Prozent Zustimmung nur knapp an der Zwei-Drittel-Hürde, obwohl der Vorstand um Martin Kind im Vorfeld alle 4200 stimmberechtigten Vereinsmitglieder in einem Brief aufgefordert hatte, seinen Übernahmeplan zu unterstützen und den Antrag abzulehnen.

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Mit einer überwältigenden Mehrheit von 75 % bei nur 86 Gegenstimmen stimmte die Mitgliederversammlung hingegen für einen Antrag, der sich mit derselben Fragestellung befasst. Der Beschluss sieht vor, dass der Vorstand um Martin Kind vor der Stellung eines Ausnahmeantrags von der 50+1-Regel bei der DFL die Vereinsmitglieder nicht nur detailliert informieren, sondern überhaupt über die Stellung eines Übernahmeantrages entscheiden lassen muss.

„Wir fordern Martin Kind dazu auf, den Beschluss und das Votum der Mitglieder zu akzeptieren“, heißt es dazu von Pro Verein 1896. „Der bisher unter Wahrung der 50+1-Regel begangene erfolgreiche Weg darf nicht verlassen und durch eine für den Verein ungewisse Zukunft ersetzt werden, zumal M. Kind für das Jahr 2018 die Aufgabe seines Vereinsamtes bereits öffentlich ankündigte.“

Darüber hinaus fordert die Initiative Martin Kind auf, den ebenfalls auf der Mitgliederversammlung gefassten Beschluss zum Rückerwerb der an eine Investorengesellschaft verkauften Markenrechte umgehend in die Tat umzusetzen. Auch in Zukunft will sich die Initiative für „den Erhalt der 50+1-Regel, transparentes Handeln und Mitgliederrechte in Hannover“ stark machen.