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National

Viel Zuspruch und Solidarität für den SV Babelsberg

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 05. Oktober 2017
Quelle: imago

Nachdem der Nordostdeutsche Fußballverband mehrfach die Wiederaufnahme eines Verfahrens gegen den SV Babelsberg 03 wegen der Vorfälle beim Spiel gegen Energie Cottbus abgelehnt hat, geht der Verein nun in die Offensive. Dabei erhalten die Babelsberger viel Zuspruch und Solidarität. 

So zeigten Fans der BSG Chemie Leipzig beim Spiel gegen Wacker Nordhausen ein Spruchband mit der Aufschrift „Durchziehen Babelsberg – Fuck NOFV!“. Einen Tag später solidarisierten sich auch Fans von RB Leipzig beim Auswärtsspiel in Köln mit den Babelsbergern: „Gegen Nazis und Verbände, die sie decken – Yalla SVB!“ war im Gästeblock zu lesen.

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Zum Heimspiel des SVB gegen Neustrelitz besuchte zudem die Bundestagsabgeordnete Martina Renner (Die Linke) das Karl-Liebknecht-Stadion mit einem Banner mit der Aufschrift „Nazis raus aus den Stadien! #stayrude #stayrebel #stayantifascist“.

Darüber hinaus lädt der FC St. Pauli den SV Babelsberg 03 zu seinem nächsten Heimspiel am Freitag, den 13. Oktober, im Millerntor-Stadion gegen den 1. FC Kaiserslautern ein. Dort darf Nulldrei im Eingangsbereich die Kampagne „Nazis raus aus den Stadien!“, das Statement und seine Solishirts und -beutel vorstellen und zum Verkauf anbieten.

Nachdem der NOFV den SV Babelsberg 03 wegen „Nazischweine raus“-Gesängen gegen Energie Cottbus bestrafte, ohne jedoch die Hitlergrüße einiger Cottbus-Fans im Gästeblock in seinem Urteil gegen Energie zu erwähnen, will der Potsdamer Verein die Sache vor einem Zivilgericht klären. Zudem geht der Klub mit der Kampagne „Nazis raus aus den Stadien!“ in die Offensive. „Wir lassen uns nicht verbieten, sich gegen Nazis zu wehren“, so der Verein.