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Video entlarvt Falschaussage von Polizisten

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 28. Oktober 2016
Quelle: imago

Das Benefizspiel zwischen Union Berlin und Austria Salzburg im Januar dieses Jahres wurde von einem umstrittenen Polizeieinsatz überschattet. Nun gab es ein juristisches Nachspiel. 

Wie die Eiserne Hilfe berichtet, wurde einem Union-Fan im Nachgang der Partie ein Strafbefehl über 1.200 Euro zugestellt, weil er eine Köperverletzung an einem Polizeibeamten begangen haben beziehungsweise bei seiner Diensthandlung Widerstand geleistet haben soll. Gegen diesen Strafbefehl ging der Unioner gemeinsam mit einem Anwalt der Fanhilfe gerichtlich vor.

In der Hauptverhandlung konnte ein von der Polizei erstelltes Video den Beschuldigten schließlich entlasten. Denn darauf war zu sehen, dass der Union-Fan weder versuchte, einen Polizeibeamten zu schlagen, noch gegen irgendeine Festnahme Widerstand leistete. Vielmehr stand der Beschuldigte bei dem forschen Einsatz der Polizei offenbar schlicht im Weg, wurde heruntergerissen und anschließend festgenommen. Zudem brach er sich beim Sturz das Handgelenk.

Somit konnten die Aussagen des in der Verhandlung vernommenen Polizeibeamten widerlegt werden und der Union-Fan wurde freigesprochen. Die Kosten des Verfahrens trägt das Land Berlin.