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National

VFC-Plauen-Fans kritisieren Polizeieinsatz

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 06. Mai 2014
Quelle: imago

Ein Polizeieinsatz beim Derby zwischen dem VfB Auerbach und dem VFC Plauen-Vogtland in der Regionalliga Nordost am vergangenen Freitag sorgt für Ärger: Das Fanprojekt Plauen-Vogtland kritisiert das Vorgehen der Polizei, bei dem offenbar zehn Personen durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt wurden. 

Wie Polizeihauptkommissar Alexander Koj der „Freien Presse“ mitteilte, sei es zu den Verletzungen durch den Einsatz von körperlicher Gewalt und Pfefferspray gekommen, da sich die Beamten daran gehindert sahen, die Personalien eines Mannes aufzunehmen, der während des Spiels einen Feuerwerkskörper auf den Platz geworfen haben soll.

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In einer Stellungnahme distanzierte sich das Plauener Fanprojekt ausdrücklich von dem Böllerwurf, wirft aber zugleich die Frage auf, „ob es notwendig war, die verantwortliche Person, die durch die Sicherheits- und/oder Polizeikräfte klar identifiziert wurde, aus der Fangruppe heraus festzunehmen. Eine Aufklärung des Vorfalls und rechtliche Schritte nach dem Spiel hätten die gleiche Wirkung gehabt, aber deutlich zur Deeskalation beigetragen. “

Darüber hinaus kritisiert das Fanprojekt das harte Vorgehen der Polizei: „Das Eingreifen der Polizeibeamten war völlig überzogen und führte aus unserer Sicht zur Eskalation der Situation. Der willkürliche und rücksichtlose Einsatz von Pfefferspray widersprach eklatant dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wie auch den rechtlichen Vorschriften über die Anwendung unmittelbaren Zwangs. Über zehn Verletzte, darunter auch Minderjährige, von denen mehrere Personen vom Rettungsdienst behandelt werden mussten, sprechen eine deutliche Sprache.“

Daher fordert das Fanprojekt nun eine „deutliche Nachbearbeitung und auch klare Antworten von den verantwortlichen Personen.“