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National

VfB-Fans mit kreativem Protest gegen Montagsspiele

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 09. August 2016
Quelle: imago

Mit dem Spiel gegen den FC St. Pauli begann für den VfB Stuttgart am Montagabend die Zweitliga-Saison nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga. Dabei machten die Fans deutlich, dass der Verein bei der Mission Wiederaufstieg voll und ganz auf seine Fans setzen kann. 

Bis auf den letzten Platz ausverkauft war das Stadion des VfB, die Stimmung war prächtig. Auch nachdem der FC St. Pauli in der 28. Minute in Führung ging, peitschten die VfB-Fans ihre Mannschaft weiter nach vorne. Belohnt wurden sie dafür mit dem Siegtreffer durch Kapitän Christian Gentner kurz vor Schluss.

Doch die Stuttgarter Anhänger schlugen auch kritische Töne an. So stand bereits die Karawane Cannstatt, der große Fanmarsch zum Stadion, im Zeichen des Protests gegen Montagsspiele. Zahlreiche Banner und Plakate waren zu diesem Thema bei der elften Auflage der Karawane zu sehen.

Und auch im Stadion griffen die Fans in der Cannstatter Kurve die Problematik auf kreative Weise auf: Hinter einem Banner mit der Aufschrift „Montags seh ich Rot!“ bildeten die Fans mit roten und schwarzen Folien vor dem Hintergrund der sonst ganz in weiß erschienenen Anhängerschaft einen wütenden Smiley.

Bezüglich der Karawane Cannstatt ziehen die Ultras des Commando Cannstatt ein positives Fazit, zeigen sich angesichts zahlreicher Smartphone-Fotografen aber euch etwas resigniert. „Leider macht die in unserer Gesellschaft um sich greifende Entwicklung, nur noch plump zu konsumieren und alles mit dem Smartphone zu dokumentieren, auch vor vielen VfB-Fans nicht halt. Der negative Höhepunkt war mit Sicherheit die Übertragung via Livestream auf Facebook der Stuttgarter Nachrichten“, kritisiert die Gruppe auf ihrer Homepage.

Die Hoffnung, dass sich an diesem Zustand künftig etwas ändert, haben die Ultras nahezu aufgegeben: „Oft haben wir uns dazu geäußert, erreichen werden wir die betreffenden Leute wohl nicht, zu wenig haben wir mit ihnen gemein“, so die Ultragruppe, die sich bei allen Teilnehmern für dieses „große Ausrufezeichen zu Saisonbeginn“ bedankt.