Anzeige

National

VfB-Fan-Ausschuss sieht „Kein Zwanni“-Demo als Provokation

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 14. April 2016
Quelle: imago

Weil sich auch nach den Protesten beim Pokalspiel die Eintrittspreise für Fans von Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart nicht geändert haben, ruft das Bündnis „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ vor dem Ligaspiel beim VfB zu einer Demonstration im Vorfeld des Spiels auf. Nun meldet sich der Fanausschuss des VfB Stuttgart zu den Plänen zu Wort – und kritisiert das Vorgehen von „Kein Zwanni“. 

Anzeige

So könnten die Fanvertreter des VfB über die angekündigte Demo „nur den Kopf schütteln. In Abhängigkeit von der gewählten Route kann hier der Eindruck einer massiven Provokation unter dem Deckmantel einer überregionalen Kampagne entstehen“, heißt es vom VfB-Fan-Ausschuss in einer Mitteilung auf der Vereinshomepage. Auch dass die „Kein Zwanni“-Initiative an die VfB-Fans appelliert, den Protest in die eigenen Gremien zu tragen, irritiert die Stuttgarter. Bereits vor über einem Jahr habe man im Fan-Ausschuss über den Sachverhalt diskutiert und die Ergebnisse auch an „Kein Zwanni“ zurückgemeldet.

Demnach sei die Einteilung der Kartenpreise in verschiedene Kategorien gerechtfertigt, da somit für Heim- und Auswärtsfans die gleichen Preise gelten. „Eine Abschaffung der Kategorisierung wäre nur zu Gunsten von Einheitspreisen möglich. Somit würden VfB-Fans entlastet, die nur zu den vermeintlichen Topspielen ins Stadion gehen und VfB-Fans, die bei vermeintlich unattraktiveren Spielen auf günstige Tickets hoffen, werden belastet“, heißt es vom Fan-Ausschuss. Zwar würden die VfB-Fans verstehen, „dass dieses System bei Auswärtsfans aus Dortmund keine Begeisterung auslöst“, jedoch sehe sich die Interessenvertretung der VfB-Fans nicht im Stande, „zwischen verschiedenen und berechtigten Faninteressen zu priorisieren.“

Grundsätzlich teile man jedoch die Kritik der Initiative am steigenden Preisniveau für Eintrittskarten in der Bundesliga. Auch hätten die Fanvertreter dem Verein zu verstehen gegeben, „dass die 20-Euro-Grenze für Stehplatzkarten unter keinen Umständen überschritten werden darf. Dass der Preis der höchsten Kategorie dann eben direkt unterhalb der selbst gewählten Obergrenze liegt, muss man sicherlich nicht gut finden, plausibel ist es trotzdem.“