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National

„Versuchtes Tötungsdelikt“: Durchsuchungen bei Braunschweig-Fans

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 14. Juni 2017
Quelle: imago

Die Polizei Hannover hat am frühen Mittwochmorgen über 90 Wohnungen von Eintracht-Braunschweig-Fans durchsucht. Die Beamten ermitteln wegen eines versuchten Tötungsdelikts beim Derby in Hannover. 

Rund anderthalb Stunden vor Anpfiff der Partie am Ostersamstag hatten rund 300 Fans von Eintracht Braunschweig versucht, das Hannoveraner Stadion zu stürmen. In der Folge nahm die Polizei 178 von ihnen in Gewahrsam. Wie die Polizei nun mitteilt, soll dabei eine unbekannte Person mit einem sogenannten Kuhfuß auf den Einsatzhelm eines 30 Jahre alten Polizisten der Göttinger Bereitschaftspolizei geschlagen haben. Der Beamte blieb unverletzt.

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Die Staatsanwaltschaft Hannover wertet die Tat als versuchtes Tötungsdelikt. In Folge der Auswertung von Videomaterial kam es dann am frühen Mittwochmorgen zu den Durchsuchungen von mehr als 90 Wohnungen und Häusern in Braunschweig und Umgebung. Dabei seien „diverse für das Verfahren relevante Gegenstände sichergestellt“ worden, heißt es von der Polizei.

Vor dem Hintergrund der Durchsuchungen organisiert die Blau-Gelbe Hilfe heute Abend um 18 Uhr ein Treffen im Fanhaus am Eintracht-Stadion, auf dem das weitere Vorgehen besprochen werden soll.