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„Versuchen der Zensur muss entschieden entgegen getreten werden“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 15. März 2017
Quelle: imago

Zuletzt bestrafte das Sportgericht des DFB gehäuft „Banner mit verunglimpfendem Inhalt“ oder „Schmähgesänge“. Auch der 1. FC Köln musste zuletzt 34.000 zahlen, weil Fans unter anderem „beleidigende Gesänge“ während des Spiels bei der TSG 1899 Hoffenheim anstimmten. Der Südkurve 1. FC Köln e.V., Dachverband der aktiven Fanszene, kritisiert diese Strafen nun scharf. 

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Die Fans sehen darin vor allem den Versuch, „die Meinungsfreiheit der Zuschauer im Stadion massiv einzuschränken.“ Der Verband dulde keine Kritik „an sich und insbesondere nicht an `Vereinen´; wie der TSG Hoffenheim oder RB Leipzig, welche die 50+1-Regelung umgehen und ein mangelndes Verständnis von Demokratie aufweisen.“ Die Südkurve Köln fordert daher: „Diesen Versuchen der Zensur muss entschieden entgegen getreten werden.“

„Ein Verband, der weder ein Interesse daran hat seine eigenen Verwicklungen in Schwarz- und Schmiergeldaffären aufzudecken, den Vorwürfen von Wettbetrug und Doping systematisch nachzugehen und ein mafiöses System wie das der FIFA mitträgt und unterstützt, schwingt sich zum Kläger und Richter über Fans und Vereine in Personalunion auf“, so die Köln-Fans weiter. Kritik übt die Südkurve aber auch am eigenen Verein, der einzelne Fans in Regress nehmen, anstatt sich gegen diese Praxis zu wehren. Die Fans fordern daher von ihren Vereinsverantwortlichen, „sich nicht länger durch den DFB erpressen zu lassen“ und halten es mit dem Vizepräsidenten Toni Schuhmacher: „Lieber ein Knick in der Laufbahn als im Rückgrat!“

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