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National

Verfahren wegen “ACAB”-T-Shirt eingestellt

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 20. Januar 2015
Quelle: imago

Einem Fan des 1. FC Kaiserslautern wurde vor dem Amtsgericht Idar-Oberstein zur Last gelegt, beim Spiel seines Vereins gegen Dynamo Dresden die anwesenden Polizisten durch das Tragen eines T-Shirts mit der Aufschrift „ACAB“ (“All Cops Are Bastards”) beleidigt zu haben. Nun wurde das Verfahren eingestellt.

Wie die Rot-Weiße Hilfe auf ihrer Webseite berichtet, sahen Staatsanwalt und Jugendrichterin den Tatbestand der Beleidigung mit einem Verweis auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts München als erfüllt an. Stefan Motzenbäcker, Anwalt der Fanhilfe konnte vor dem Amtsgericht Idar-Oberstein nun jedoch eine Einstellung des Verfahrens ohne Auflagen erwirken.

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Die Rot-Weiße Hilfe weist darauf hin, dass es oftmals eine Einzelfallentscheidung sei, ob das Tragen solcher Kleidungsstücke als Beleidigung zu werten ist oder nicht. „Um dem ganzen Stress zu entgehen“, rät die Fanhilfe davon ab, „diese Kleidungsstücke im Rahmen von Fußballspielen anzuziehen.“

Fanzeit sprach bereits mit Matthias Düllberg, Fachanwalt für Strafrecht aus Bochum und Betreiber der Seite “Strafrecht am Spieltag” über die juristische Relevanz des Tragens der Kürzel “ACAB” oder “1312”.