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National

Vereint gegen Red Bull

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 04. August 2014
Quelle: imago

Am Wochenende gab es in vielen Stadien der 2. Bundesliga Proteste gegen den Aufsteiger RB Leipzig. Dahinter steckt offenbar eine bundesweite Kampagne.

Unter dem Motto „Nein zu RedBull! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn!” wollen die Initiatoren mit verschiedenen Aktionen über die gesamte Saison gegen den Klub aus Leipzig protestieren. Generell solle aber auch das Thema der fortschreitenden Kommerzialisierung im Fußball in den Fokus gerückt werden.

Auf ihrer Webseite informieren die Initiatoren über Gründe und Ziele der Kampagne. Angeprangert wird, dass es dem Konzern Red Bull nur ums Marketing gehe, „also darum, das Produkt Red Bull am besten den potenziellen Kunden zu präsentieren.“ Darüber hinaus werden Wettbewerbsverzerrung durch Transfers zwischen verschiedenen von Red Bull gesponserten Vereinen und die damit einhergehende Verdrängung von Traditionsvereinen kritisiert. In der Mitteilung heißt es dazu: „Werte wie Bodenständigkeit, Aufrichtigkeit, Vereinsloyalität und Tradition, welche wir als Fans tief in unserem Herzen tragen, tritt dieser Verein mit Füßen!“

Auch sei die Organisationsform als eingetragener Verein eine Farce, weil die wenigen stimmberechtigten Mitglieder allesamt Mitarbeiter von Red Bull seien.

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„Wir akzeptieren Red Bull Leipzig nicht als Mitglied der Vereinsgemeinschaft der deutschen Profiklubs“

Die Initiatoren der Kampagne fordern eine konseuquentere Umsetzung des Financial Fairplay auf nationaler Ebene. Darüber hinaus werden die Fans deutschlandweit dazu aufgerufen, die Spiele von RB Leipzig zu boykottieren. Auch die Vereine sollen gemeinsame Solidarität demonstrieren und keine Testspiele mehr mit dem Klub vereinbaren.

„Wir akzeptieren Red Bull Leipzig nicht als Mitglied der Vereinsgemeinschaft der deutschen Profiklubs“, heißt es am Ende der Gründungsmitteilung der Kampagne. Daher fordern die Initiatoren „die Red Bull GmbH dazu auf, sich aus dem deutschen Fußballgeschäft zurückzuziehen!“

fn