Anzeige

National

Vereine und Fans gegen Rechts

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 11. September 2015
Quelle: imago

Der FC St. Pauli und auch der Hamburger SV haben noch einmal deutlich gemacht, dass es bei Ihnen keinen Platz für Rassismus, Fremdenhass und Diskriminierung gibt. Während die Paulianer direkt zur Gegendemonstration aufrufen, starten die Hamburger neben einem kurzen, aber klaren Statement einen Sachspendenaufruf für Geflüchtet.

Am gestrigen Tag war der FC St. Pauli-Präsident Oke Göttlich auf der Pressekonferenz des Hamburger Bündnisses gegen Rechts und bezog eindeutig Position: „Der FC St. Pauli ruft zur Teilnahme an der Gegendemonstration am 12. September ab 10 Uhr auf dem Hachmannplatz auf, weil wir nicht nur ‚Kein Fußball den Faschisten’ symbolisch im Stadion stehen haben, sondern auch im Alltag dafür einstehen, gegen menschenverachtende Tendenzen vorzugehen.“ Die Fanszene von St. Pauli ginge seit Jahrzehnten mit antifaschistischen Maßnahmen „gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung“ vor.

HSV sammelt für Flüchtlinge

Der HSV dagegen veröffentlichte ebenfalls einen Facebook-Post, in dem er sich klar gegen „Ausländerfeindlichkeit, Fremdenhass, Rassismus und jede Form der Diskriminierung“ positionierte.

Anzeige

Ein weltoffener Verein in einer weltoffenen Stadt in einem weltoffenen Land – wir positionieren uns unmissverständlich…

Posted by HSV on Donnerstag, 10. September 2015

Ebenfalls ruft der HSV an zwei Tagen zur Hilfe auf. Am 18. und 19. September können Fans für die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft in der ‚benachbarten Schnackenburgallee eine „Sachspendensammlung‘ für die kalte Jahreszeit“ abgeben. Eine Facebook-Veranstaltung wurde zur besseren Koordination erstellt. Besonders wichtig seien „Winterjacken, Mützen, Schals, Handschuhe und warme Pullover sind besonders wichtig. Gebraucht werden immer auch neue (!) Unterhosen und Socken.“

Der „Tag der Patrioten“ ist zwar weiterhin offiziell verboten, ob dennoch keiner der erwarteten Demo-Teilnehmer (es wurde mit 3.000-4.000 rechten und 15.000-20.000 Gegendemonstranten gerechnet) nach Hamburg reisen wird, ist zumindest fraglich.