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National

Vereine positionieren sich gegen fanunfreundliche Anstoßzeiten

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 24. September 2014
Quelle: imago

Abgesehen von Pokal- und Europapokalspielen sind Begegnungen unter der Woche bei den meisten Fans, die ihre Mannschaften auch zu Auswärtsspielen begleiten, eher unbeliebt. Vor allem wenn diese dann bereits am späten Nachmittag angepfiffen werden, wie etwa die heutigen Partien der 2. Bundesliga. Dem Protest der Fans pflichten mittlerweile sogar die Vereinsoffiziellen bei. 

Um 17:30 Uhr wird Schiedrichter Florian Meyer das Spiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Union Berlin anpfeifen. Fans von Union Berlin, die sich für diesen Tag nicht frei genommen haben, dürften es also schwer haben, es zu dieser Begegnung ins Stadion zu schaffen. Und selbst für einige Heimfans könnte es bei dieser Anstoßzeit knapp werden. Für alle daheim gebliebenen Union-Fans verweisen die „Eisernen“ daher via Twitter auf den hauseigenen Live-Ticker, denn: „17:30 Uhr in Kaiserslautern – kaum zu schaffen“, das finden offenbar auch die Verantwortlichen bei den Köpenickern.

Der FC Ingolstadt geht auf seinem offiziellen Twitter-Account sogar noch einen Schritt weiter und postet ein Bild, mit einem Banner der Fans, Aufschrift: „Di. 17:30 ist der Arbeiter noch fleißig! Pro fanfreundliche Anstoßzeiten!“ Dazu schreiben die Ingolstädter: „Dem ist nichts hinzuzufügen!“

Und bereits in der letzten Woche hatte sich mit Hertha BSC ein Bundesligist öffentlich für die Einführung der sogenannten „300-Kilometer-Regel“ stark gemacht. Nach dieser Regel sollen außer an Samstagen nie zwei Vereine gegeneinander spielen, deren Stadien mehr als 300 Kilometer auseinander liegen.

Ein neuer Trend also oder gar ein Umdenken bei den Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga? Vielleicht. Zunächst einmal bleibt abzuwarten, ob sich demnächst noch mehr Klubs dem Protest anschließen. Ein Zeichen gesetzt haben Hertha & Co. aber allemal.

fn