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National

Verdächtige Fans müssen mit Stadtverbot rechnen

Autor: Merlin Olk Veröffentlicht: 01. August 2014
Quelle: imago

Nachdem ein FCK-Anhänger im Oktober 2013 vor dem Heimspiel gegen den Karlsruher SC durch die Polizei Kaiserslautern ein Stadtverbot erhielt, klagte der Mann gegen das Vorgehen der Polizeibeamten. Den Prozess hat er nun verloren, was künftig deutschlandweit Konsequenzen für Stadionbesucher haben wird. 

Wie „Spiegel Online“ berichtet, wurde gegen den Lautern-Fan, der den Behörden als Mitglied der Gruppe „Generation Luzifer“ bekannt war, bereits mehrfach ermittelt. Zu einer Verurteilung des Mannes sei es jedoch bisher nicht gekommen. Weil er im Herbst letzten Jahres vor dem Spiel des 1.FCK dennoch daran gehindert wurde in das Stadtgebiet zu gelangen, reichte der Kaiserslautern-Fan Klage ein.

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Das Verwaltungsgericht Neustadt entschied nun gegen den Kläger und bescheinigte der Polizei Kaiserslauterns, rechtens gehandelt zu haben. Das Urteil bekräftigt, dass Fußballfans, die von der „Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze“ als gewaltbereit eingestuft wurden, künftig ein Stadtverbot durch die Polizei erhalten können. Hat es gegen eine Person bereits entsprechende Ermittlungsverfahren gegeben, reicht dies unter Umständen aus, um ein Stadtverbot gegen diese Person auszusprechen.

mo