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National

Verband sieht keine Hinweise auf Spielmanipulation

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 28. Mai 2014
Quelle: imago

Der Bayrische Fußballverband die von der Spvgg Bayern Hof vorgebrachten Vorwürfe zurückgewiesen, das letzte Saisonspiel zwischen dem FC Schweinfurt und dem SV Heimstetten könne manipuliert worden sein.

„Es ist logisch und absolut im Interesse des BFV, Klarheit zu schaffen“, betont BFV-Pressesprecher Thomas Müther in einer Pressemitteilung. Der Verband hatte deshalb bereits am Samstagabend eine Überprüfung des Spiels bei der Firma „Sportradar“ in Auftrag gegeben. „Unsere Analyse hat keinerlei Hinweise für eine Wettmanipulation ergeben“, erklärt Sportradar-Manager Andreas Krannich.

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Zu den Gerüchten, dass beim Stand von 3:1 für Heimstetten kurz vor dem Spielende eine Wette auf einen Schweinfurter Sieg mit einem Einsatz von 3.000 Euro und einer Quote von  1:300 platziert worden wäre (Gewinn: 900.000 Euro), sagt Krannich: „Es gab nur einen einzigen Buchmacher, der ein Sieg-Angebot zum Spielende überhaupt offeriert hat. Die Quote lag bei 67.00 und nicht 300.00. Zudem ist es unmöglich, einen Betrag von 3.000 Euro auf ein solches Event zu setzen. Kein Buchmacher weltweit würde dieses Risiko eingehen. Basierend auf unseren jahrelangen Erfahrungen im internationalen Wettmarkt  gehen wir davon aus, dass pro Wette maximal 50 Euro gesetzt hätten werden können, bei einem Regionalliga-Spiel eher noch weniger. Wir haben mittlerweile über 1.700 Fußballspiele als manipulationsverdächtig identifiziert. Darunter war kein vergleichbarer Fall. So etwas ist auch in der Kürze der Zeit technisch kaum zu handhaben. Die dargestellte Wettmöglichkeit ist also absurd und eine sportwettbezogene Manipulation damit mehr als unwahrscheinlich.“

Darüber hinaus wird die am Montag beim BFV eingegangene Anzeige der SpVgg Bayern Hof wegen des Verdachts der Spielmanipulation vom Verband untersucht.

Beim Spielstand von 1:3 hatten Schweinfurter Fans im Spiel gegen Heimstetten in der 85. Minute durch das Zünden von Feuerwerkskörpern für eine Spielunterbrechung gesorgt. Während der Pause gingen die Partien der Konkurrenz bereits regulär zu Ende. Heimstetten war dadurch bereits gesichert und Schweinfurt gewann noch mit 4:3. Heimstetten hatte daraufhin Anzeige erstattet.