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National

Valentin zurück im Gefängnis

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 16. Dezember 2015
Quelle: imago

Im November wurde Valentin, ein Ultra des SV Werder Bremen, aus der Untersuchungshaft entlassen. Nun hat das Hanseatische Oberlandesgericht entschieden, den Haftbefehl gegen Valentin wieder in Vollzug zu setzen. 

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Wie Bremer Medien berichten, begründet das Gericht seine Entscheidung damit, dass die „von dem Angeklagten ausgehende Gefahr für die Allgemeinheit nicht durch weniger einschneidende Maßnahmen, insbesondere nicht durch Erteilung von Weisungen“, beseitigt werden könne. Offenbar befürchtet das Gericht, dass die Auflagen, unter den Valentin freigelassen wurde, den 21-Jährige Ultra nicht davon abhalten, erneut gewalttätig zu werden.

Zu den Auflagen zählte zum Beispiel, dass er sich bei Heimspielen des SV Werder Bremen nicht auf zwei Kilometer an das Weserstadion nähern durfte. Bei Auswärtsspielen musste er in Bremen bleiben. Auch von Demonstrationen sollte er sich fernhalten.

Valentin wird vorgeworfen, beim Nordderby der vergangenen Saison gegen den Hamburger SV in Bremen gemeinsam mit weiteren Ultras einen Bremer Hooligan massiv getreten und geschlagen sowie mit einem Blumenkübel beworfen zu haben. In den letzten Monaten war Valentin zu einer Art Symbol für die Auseinandersetzung zwischen linken Ultras und rechten Hooligans sowie staatlichen Repressionen geworden. Unter dem Motto „#freeValentin“ gab es zahlreiche nationale und internationaleSolidaritätsbekundungen antifaschistischer Fanszenen.