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National

USP will sich von Stadionverboten nicht unterkriegen lassen

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 18. Dezember 2015
Quelle: imago

Wegen Vorfällen bei Auswärtsspielen in Braunschweig, bei Union Berlin sowie in Lübeck haben in den letzten Tagen etwa 100 Fans des FC St. Pauli ein bundesweites Stadionverbot erhalten. Doch die Fanszene will sich davon nicht unterkriegen lassen. Im Gegenteil: Sie sieht sogar eine Chance in der schwierigen Situation. 

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„Wir jammern nicht rum“, heißt es in einer Stellungnahme auf der Website von Ultrà Sankt Pauli. Stattdessen will die Gruppe über die Herausforderungen und Veränderungen, die sich durch die neue Situation ergeben informieren. „WIR werden weiter machen, da seid Euch sicher. Die Verbannten werden nicht wegbrechen, sondern Ihre Aufgaben aus dem Stadion in andere Bereiche verlegen, um St. Pauli zu unterstützen. Aber auch Ihr seid jetzt gefragt, im ganzen Stadion und insbesondere in der Süd zusammenzustehen. Organisatorisch stehen wir vor einer großen Aufgabe und jede helfende Hand ist gerne gesehen. Macht Euch Gedanken darüber, wo gerade IHR super helfen könnt“, motivieren die Ultras. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Gruppe auch besonders in schwierigen Situationen starke Phasen hatte.

Zudem wollen die Fans dafür sorgen, „dass Fußball und St. Pauli für alle Betroffenen in den nächsten Monaten nicht nur mit `draußen stehen´ verbunden sind.“ So wollen die Ultras „gemeinsame große Fahrten zu unseren zahlreichen Freunden im Ausland, organisierte Touren zu Spielen anderer St. Pauli-Teams, Partys, besondere Projekte und vor allem Kampf und Widerstand gegen den aktuellen Zustand“ betreiben.

„Kein Verband, kein selbst ernannter “Expertentisch” und kein Bulle wird uns jemals vorschreiben, wie wir zu leben haben. […] Es gibt nur eins, das größer ist als die Liebe zur Freiheit unserer Kurve! Unser Hass auf die, die uns diese Freiheit nehmen wollen!“ heißt es von USP.