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National

USP nimmt Stellung zum Konflikt mit HSV-Fans

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 16. Mai 2017
Quelle: imago

In jüngster Zeit kam es wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fans des Hamburger SV und des FC St. Pauli. Nun meldet sich Ultrà Sankt Pauli diesbezüglich zu Wort. 

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„Seit rund einem Jahr ist es zu verschiedenen Aktionen gegen Fans und Ultras des FC St. Pauli gekommen, die sich oftmals nicht mehr im Bereich der normalen und gelebten Auseinandersetzung befanden und die wir nicht tolerieren oder vergessen werden“, erklärt die Gruppe in einer ausführlichen Stellungnahme auf der eigenen Website. Von Angriffen auf unterlegene Einzelpersonen, „teilweise um St. Pauli-Ultras zu Auseinandersetzungen in die südlichen Vorstädte zu locken“, ist die Rede. Höhepunkt dieser Eskalation sei ein Messerangriff gewesen, den die betroffene Person nur durch Zufall überlebt habe.

„Die Verantwortung für diese Dinge wird auf HSV-Seite nicht angenommen“, beklagt Ultrà Sankt Pauli. „Es war in der Folge kein Hinterfragen erkennbar, keine Distanzierung, sondern im Gegenteil ein Herunterspielen der Vorkommnisse bis hin zur Glorifizierung in Gesprächen (Grinsen und Lachen, wenn das Thema aufkommt), Kurznachrichten (“Vielleicht haben die Zecken es jetzt mal gelernt!”) und Streetart (“Zecken stechen!”-Tags).“

Wie USP darüber hinaus öffentlich macht, handelt es sich bei dem Konflikt auch um einen Konflikt innerhalb der linken Hamburger Szene, da sich die entsprechende HSV-Gruppe zumindest in Teilen dieser Szene selbst zugehörig fühle. Aufgrund der Angriffe sehen die St. Pauli-Ultras mit diesen Personen jedoch keine gemeinsame Basis mehr: „Sie sind unsere Gegner und werden so behandelt – und sie bleiben es auch, wenn sie sich in linken Strukturen verorten/bewegen wollen oder sich ein Antifa-Shirt anziehen.“

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