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National

Unsichere Stadien?

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 17. März 2015
Quelle: imago

Jedes Wochenende besuchen eine Million Fans pro Spieltag die drei Profi-Fußball-Ligen. Rund 13.000 Ordner sind für die Sicherheit in den Stadien verantwortlich. Mit diesem Thema beschäftigte sich der WDR in der Sendung Sport Inside.

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Deutschlands Stadien sind nicht sicher. Zu diesem Ergebnis kommt das Sportmagazin nach seinen Recherchen bei Schalke 04 und Borussia Dortmund. Grund für die unsicheren Spielstätten sei der Einsatz von unqualifizierten Ordnern. Laut „Sport Inside“ werden auch in anderen deutschen Stadien vorgeschriebene Schulungsnachweise und Führungszeugnisse nicht verlangt. Deshalb seien selbst Straftäter zum Einsatz gekommen und Schulungsnachweise gefälscht worden.

In der Sendung wird berichtet, dass umfangreiche DFB-Richtlinien und ein Schulungsleitfaden eigentlich dafür sorgen sollen, dass alle in den Stadien eingesetzten Ordner qualifiziert sind. Die korrekte Umsetzung lässt sich die Deutsche Fußballliga (DFL) von den Vereinen in den Lizenzanträgen schriftlich bestätigen. Doch offenbar wird die Umsetzung nur unzureichend kontrolliert. Weil so gut wie keine Kontrollen stattfinden, werden noch immer Ordner eingesetzt, die nicht wissen, wie sie sich beispielsweise bei einem Panikausbruch korrekt zu verhalten haben.

Um die Missstände zu beseitigen fordern Experten eindeutige Gesetze und weniger Ermessens-Spielräume. Laut dem Sportmagazin plane der DFB eine Zertifizierungspflicht für alle Stadien mitsamt externen Kontrolleuren. Doch bis diese auch umgesetzt wird, kann die Realisierung noch einige Zeit dauern. Bis dahin müssen sich die Fans auf die vorhandenen Ordner verlassen.