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National

„Unsere gesamte Wut richtet sich einzig und allein gegen den Verband“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 24. Januar 2017
Quelle: imago

Am Samstag startet der SSV Jahn Regensburg mit einem Auswärtsspiel beim FC Hansa Rostock in die Rückrunde der 3. Liga. Gemäß eines Urteils des DFB-Sportgerichts findet die Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Obwohl sie sich nichts haben zu Schulden kommen lassen, sind auch die Regensburger Fans von der Maßnahme betroffen. 

„Warum für vermeintliche Verfehlungen der Heimseite den Fans der Gastmannschaft untersagt wird ihren Verein zu unterstützen, ist uns unerklärlich und kann auf Nachfrage nicht einmal der DFB beantworten“, kritisieren die Ultras Regensburg in einer Stellungnahme auf ihrer Website und fragen: „Ein Verband, der nicht in der Lage ist Transparenz zu schaffen und „Straftäter in den eigenen Reihen“ – wie so oft vom DFB betont – auszugrenzen und auszuschließen, in den letzten Monaten durch Korruptionsvorwürfe, Vetternwirtschaft und Zensur aufgefallen ist, soll moralisch dazu in der Lage sein, ein Urteil über Fehlverhalten zu fällen?“

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Die Ultras betonen dabei, dass sich ihr Unmut allein gegen das Gebaren des DFB und nicht etwa gegen das Verhalten der Hansa-Fans, das zur Verhängung der Strafe führte, richtet. „Unsere gesamte Wut richtet sich einzig und allein gegen den Verband, welcher diese unverhältnismäßigen Strafen ausspricht. Die angeblichen „Verfehlungen“ der Rostocker sind für uns selbstverständliche Bestandteile der Fankultur. Pyrotechnik gehört für uns untrennbar zu einer leidenschaftlichen Unterstützung beim Fußball!“, machen die Regensburger Ultras deutlich.

Auch will sich die Gruppe durch Strafen des DFB nicht die Solidarität zwischen den Fanszenen untergraben lassen, „denn die Solidarität unter den Fans und verschiedenen Fanszenen ist die stärkste Kraft um gegen das bestehende Unrechtssystem zu bestehen“, so die Ultras weiter.

Da die Gruppe die Größe der eigenen Fanszene als zu gering erachtet, um in Rostock oder Frankfurt effektiv gegen den DFB zu protestieren, wollen die Jahn-Fans das Hansa-Spiel gemeinsam in Regensburg verfolgen. Um den Verein dennoch zu unterstützen sollen die Erlöse des Tages der Jugendabteilung des Klubs zugute kommen.