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National

„Unitas Aquileiae“ in Heidenheim entstanden

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 24. Juli 2014
Quelle: imago

Nach dem Aufstieg in die zweite Bundesliga können sich die Heidenheimer Spieler auf eine gebündelte und vereinte Fanorganisation freuen. Unter „Unitas Aqui­lei­ae“ haben sich nun vier Heidenheimer Gruppen zusammengeschlossen, um ihren FCH bestmöglichst zu unterstützen.

Nachdem es 2009 zu einem großen Krach in der Heidenheimer Fanszene gekommen war und sich viele neue Gruppen gebildet sowie andere Gruppen sich aufgeteilt hatten, ist nun wieder die Einheit Heidenheims entstanden (Übersetzung von Unitas Aquileiae). In der Stellungnahme heißt es ebenso, dass es keine Nachwuchs- oder Frauengruppen mehr geben werde. Unterschiede gäbe es lediglich im Rang, da es „Anwärter“ und „Vollmitglieder“ gibt, an denen „natürlich auch unterschiedliche Rechte und Privilegien gebunden sind.“

Der Vorsänger äußert sich im Statement folgendermaßen: „Unser Ziel ist es, den Ver­ein, die Mann­schaft, die Fan­sze­ne, sowie die Stadt im All­ge­mei­nen wei­ter vor­an­zu­brin­gen. Au­ßer­dem gilt es die Zahl der Aus­wärts­fah­rer wei­ter zu er­hö­hen und auch auf frem­den Plät­zen, als EIN­HEIT alles zu geben!“ Das erste Auswärtsspiel für die Heidenheimer ist am zweiten Spieltag im Eintracht-Stadion in Braunschweig ca. 500 Kilometer entfernt. Es bleibt abzuwarten, wie viele Fans des FCH dem Aufruf folgen und nach Braunschweig reisen werden.

 

Nachfolgend die Stellungnahme im Wortlaut:

Bei­na­he 5 Jahre hat es ge­dau­ert bis wie­der zu­sam­men­wuchs was zu­sam­men ge­hört. Unter dem Dach ‚Unitas Aqui­lei­ae‘ – was so­viel wie „Ein­heit Hei­den­heims“ be­deu­tet – wer­den die Vier Grup­pen in Zu­kunft wie­der ge­mein­sam zu Werke gehen und mit ver­ein­ten Kräf­ten den FCH nach vorne pus­hen.

Die Hel­len­stein Sup­por­ters gel­ten als die „Mut­ter“ der or­ga­ni­sier­ten Hei­den­hei­mer Fan­sze­ne, waren sie doch 2004 die erste und – zu da­ma­li­ger Zeit – ein­zi­ge sup­por­ten­de Grup­pe auf dem Schloß­berg. In ihrem Um­feld ent­stan­den im Laufe der Zeit viele neue Grup­pie­run­gen, wie etwa das ‚In­fer­no Hei­den­heim‘, das zur Keim­zel­le der ‚Fa­na­ti­co Boys‘ wurde.

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2009 kam es dann zum gro­ßen Krach. Ver­schie­de­ne per­sön­li­che Dif­fe­ren­zen, sowie ein schwe­len­der Streit über die Aus­rich­tung der Grup­pe führ­ten zur ers­ten Aus­tritts­wel­le und letzt­lich zur Grün­dung von Fla­via, die sich von Be­ginn an, aus­drück­lich ul­tra­o­ri­en­tiert po­si­tio­nier­ten und in der Fol­ge­zeit HS zeit­wei­lig den Rang ab­lie­fen. Ein hal­bes Jahr spä­ter er­kann­ten die HS Mä­dels das stei­gen­de weib­li­che Po­ten­ti­al in der wach­sen­den Hei­den­hei­mer Fan­sze­ne, das sie nicht un­ge­nutzt las­sen woll­ten. Sie stie­gen bei HS aus und grün­de­ten die ‚Hei­den­hei­mer Mä­dels‘. Fort­an wur­den keine Frau­en mehr bei HS auf­ge­nom­men, Fla­via war von An­fang an der Männ­lich­keit vor­be­hal­ten.

Nach bei­na­he 5 Jah­ren soll diese Zer­stü­cke­lung nun ein Ende haben. Die per­sön­li­chen Dif­fe­ren­zen sind schon seit Jah­ren ge­klärt und die
Aus­rich­tung der Grup­pen hat sich in Rich­tung Ultra an­ge­gli­chen, bzw. soll wie im Falle von HM nun end­lich in diese Rich­tung gehen. Es war schlicht der lo­gischs­te und am nächs­ten lie­gen­de Schritt die­sem „Klein Klein“ ein Ende zu setz­ten und aus den 3 Grup­pen mit je 7 bis 18 ak­ti­ven Mit­glie­dern wie­der eine schlag­kräf­ti­ge Grup­pie­rung zu for­men.

Damit sind – of­fen­sicht­li­cher Weise – ab so­fort auch wie­der Frau­en zu­ge­las­sen, die voll­um­fäng­lich gleich­ge­stell­te Mit­glie­der sind und nicht in Sub­grup­pie­run­gen aus­ge­la­gert wer­den.

Über­haupt ist das „Alles Eins“, „Alles Unitas“ das neue Kredo der Trup­pe. So gibt es auch keine ge­son­der­te Nach­wuchs­grup­pe. Statt­des­sen wurde das Model „Mu­ni­fex“ von der Fla­via über­nom­men, bei dem alle Mit­glie­der in einem Kon­strukt ver­bun­den sind. Un­ter­schie­de gibt es nur im Rang (An­wär­ter / Voll­mit­glied) an den na­tür­lich auch un­ter­schied­li­che Rech­te und Pri­vi­le­gi­en ge­bun­den sind.

Die­ses Mo­dell kam auch der noch recht jun­gen und erst 2013 ge­grün­de­ten Grup­pe ‚Avan­ti‘ zu­gu­te. Sie schlüpft eben­falls mit unter das neue Dach und stellt damit das Gros der ak­tu­el­len An­wär­ter.

„Unser Ziel ist es, den Ver­ein, die Mann­schaft, die Fan­sze­ne, sowie die Stadt im All­ge­mei­nen wei­ter vor­an­zu­brin­gen“, so Fabi –
Unita­sen­ser und einer der „Vor­sän­ger“ der Ost­tri­bü­ne, „Au­ßer­dem gilt es die Zahl der Aus­wärts­fah­rer wei­ter zu er­hö­hen und auch auf frem­den Plät­zen, als EIN­HEIT alles zu geben!“

Soll­ten wei­te­re Hei­den­hei­mer In­ter­es­se an einer Mit­glied­schaft haben, ein­fach die be­kann­ten Ge­sich­ter im Sta­di­on an­spre­chen.

jh