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National

Union-Fan wegen vermeintlich gelöschter Fotos angeklagt

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 02. September 2015
Quelle: imago

Die Fanhilfe des FC Union Berlin konnte die Einstellung eines wundersam anmutenden Rechtsfalls erwirken. Gegen einen Fan der Köpenicker war ein Strafbefehl erlassen worden, weil Polizisten den Verdacht der Strafvereitelung erhoben hatten.

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Der Vorwurf: Das Mitglied der Eisernen Hilfe soll während eines Spiels Foto- und Videoaufnahmen von strafrechtlich relevanten Vorfällen angefertigt haben. Dieser Verdacht reichte daraufhin sogar aus, eine Wohnungsdurchsuchung zu veranlassen. Nachdem die Einsatzkräfte dort aber keine Aufnahmen finden konnten, schlussfolgerten die Beamten, der Fan habe die Aufnahmen vorsätzlich gelöscht, um eine mögliche Strafverfolgung zu verhindern.

Der Beschuldigte legte Einspruch ein. Nach mündlicher Verhandlung stellte das Amtsgericht Tiergarten den erlassenen Strafbefehl nun ohne Auflagen ein, berichtet die Eiserne Hilfe. Die Polizisten, die den Strafbefehl veranlasst hatten, wurden dabei gar nicht erst angehört.