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National

Union-Fan freigesprochen

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 10. Juni 2015
Quelle: imago

Wie die Eiserne Hilfe berichtet, wurde ein Fan von Union Berlin freigesprochen. Ihm wurde nach dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen.

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Der Fan der Berliner soll sich an jenem 14. Dezember 2013 widerrechtlich vermummt haben. Da genau deswegen die Identifizierungsmöglichkeiten sehr beschränkt gewesen seien, stand zunächst eine Einstellung des Verfahrens im Raum. Trotzdem entschied sich die Bochumer Staatsanwaltschaft zu einem Verfahren, um den Beschuldigten zu überführen.

„Besonders markant war dabei der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft die Tätereigenschaft des Angeklagten daran festmachen wollte, dass auf dem Pullover ein Aufdruck vorhanden war, den man auf den später gemachten Fotos wiedererkannt habe“, schreibt der beteiligte Rechtsanwalt Dirk Gräning. Auch dem Richter war der Hinweis auf den Pullover des Angeklagten deutlich zu wenig.

Das Verfahren endete mit einem Freispruch für den Fußballfan, die „Kosten dieses Verfahrens einschließlich der eigenen notwendigen Auslagen des Angeklagten gingen der Landeskasse zur Last.“