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National

Union Berlin: Protest zum Trainingsauftakt

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 30. Juni 2014
Quelle: imago

Beim Trainingsauftakt des Zweitligisten Union Berlin haben etwa 200 Ultras gegen das Public Viewing im Stadion An der Alten Försterei protestiert. Es ist nicht die erste Protestaktion der Fans gegen das Event. 

Mit einer ungewöhnlichen Form des Rudelguckens lockt Union Berlin derzeit Fußballfans ins Stadion An der Alten Försterei: Auf etwa 750 Sofas können Fans im „WM-Wohnzimmer“ die Spieler der Weltmeisterschaft im Stadion An der Alten Försterei verfolgen. Doch das Angebot kommt nicht bei allen Fans gut an.

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Anstatt wie gewohnt im Stadion musste der Trainingsauftakt inklusive Team-Präsentation des Köpenicker Zweitligisten aufgrund des Events auf einem Nebenplatz stattfinden. Rund 1.400 Anhänger waren dazu am Nachwuchsleistungszentrum des Vereins erschienen, darunter auch etwa 200 Ultras. Diese entrollten zu Beginn ein Transparent mit der Aufschrift: „Die eigenen Werte mit Füßen getreten, zum Trainingsauftakt ins Exil gebeten.“ Nach gut einer halben Stunde verließen die Ultras dann das Gelände.

Bereits im Vorfeld des Public-Viewing-Events hatten mutmaßliche Union-Fans drei Sofas aus dem Stadion entwendet und in die Wuhle geworfen. Darüber hinaus hängen in Köpenick zahlreiche Plakate mit der Aufschrift: „Wir verkaufen unsere Seele. Aber jetzt an jeden.“ Auch FIFA-Präsident Sepp Blatter ist auf darauf zu sehen. Hintergrund der Aktion sind ganz ähnliche Plakate, mit denen der Verein Ende 2011 für den Kauf von Stadion-Aktien warb. Die Aufschrift damals: „Wir verkaufen unsere Seele. Aber nicht an jeden!“

Offensichtlich hat sich dies in den Augen einiger Union-Fans durch das Public Viewing im Stadion An der Alten Försterei geändert.

fn