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National

Union Berlin fordert Veränderungen für den Profifußball

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 04. Oktober 2018
Quelle: commons.wikimedia.org/‎ | Markenzeichen

Die geplante Strukturreform der DFL haben Vertreter von Union Berlin zum Anlass genommen über inhaltliche Veränderungen nachzudenken. In einem fünfseitigen Positionspapier haben Sie ihre Forderungen für eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Erhaltung der Faninteressen veröffentlicht.

In den letzten Jahren konnte in den deutschen Profiligen eine zunehmende Entfremdung zwischen Fans und Offiziellen festgestellt werden. Außerdem haben sich die Vereine finanziell immer weiter voneinander entfernt, Präsident Dirk Zingler erklärt dazu: „Wir halten einen Kurswechsel, der den stufenlosen Wettbewerb der Vereine in Deutschland fördert und die unterschiedlichen Positionen der verschiedenen Interessengruppen im Fußball wertschätzt und berücksichtigt, für dringend notwendig.“

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Die Vertreter von Union Berlin fordern daher eine Umstrukturierung der obersten 3. Fußballligen, welche zukünftig alle unter dem Dach der DFL verwaltet werden sollen. Die Fernsehgelder sollen zukünfitg stufenlos zwischen den jeweils 20 Teams der Ligen aufgeteilt werde. Um das finanzielle Ungleichgewicht zu vermindern sollen Gehaltsobergrenzen eingeführt werden und die Ausbildungsentschädigung erhöht werden. Dafür soll auch an der 50+1 Regel soll festgehalten werden.

Bei der Terminierung der Spiele soll mehr Rücksicht auf die Fans genommen werden, da diese einen entscheidenden Teil zum Erfolg der Bundesliga beitragen. Vor allem die ungeliebten Montagsspiele sollen abgeschafft werden und für Freitagspartien und Spiele unter der Woche soll eine Maximalentfernung eingeführt werden. Zudem sollen Fanvertreter Mitspracherecht in den Gremien der DFL bekommen.

Nachfolgend alle Veränderungsvorschläge:

  • Vertreter aller Interessengruppen in den Gremien der DFL
  • Fokussierung auf das Stadionerlebnis
  • Beibehaltung der 50+1 Regel
  • Organisation und Vermarktung aller drei Profiligen (Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga) unter dem Dach der DFL
  • Aufstockung der drei Profiligen auf jeweils 20 Teilnehmer
  • 2. Bundesliga / 3. Liga / Regionalligen: direkter Aufstieg aller Meister / Play-offs mehrerer Mannschaften um den Aufstieg bzw. Klassenerhalt
  • Festlegung von Obergrenzen von Gehaltsetats und Begrenzung der Anzahl von Leihspielern pro Verein
  • Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende, stufenlose Verteilung der Vermarktungserlöse
  • Drastische Erhöhung der bisherigen Ausbildungsentschädigungen
  • Professionalisierung des Schiedsrichterwesens und der Sportgerichtsbarkeit

Das gesamte Positionspapier eingesehen kann hier werden.